Auf dieser Seite werden Berichte unserer Mitglieder über verschiedene Krankheiten im Aquaristik- und Terraristiksektor veröffentlicht. Da ja hoffentlich keines unserer Mitglieder kranke Tiere pflegt und wir auch keinen diesen Umstand wünschen, hoffen wir, daß diese Seite nur wenige Eintragungen bieten kann.
(Schuppensträube
und Tumore)
ist eigentlich das äußere Anzeichen mehrer möglicher Ursachen und somit
eigentlich keine Krankheit an sich, sondern vielmehr das Endstadium der
verschiedenen Ursachen.
Was ist Bauchwassersucht und wie entsteht sie?
sie entsteht durch den bereits weit fortgeschrittenen Zerfall der Leber oder
anderer lebenswichtiger innerer Organe. Bei der Zerstörung dieser Organe
entstehen Flüssigkeiten bzw. Absonderungen, die in die Bauchhöhle gelangen.
Die Bauchhöhle füllt sich langsam mit diesen Absonderungen und das führt
unweigerlich zum aufquellen des Bauches sowie zum Abstellen der Schuppen (so
genannte Schuppensträube). Zu diesem Zeitpunkt sind ein oder mehre Organe
bereits so geschädigt das ein Überleben des Fisches bereits nicht mehr in
Betracht gezogen werden kann.
Die Ursachen der Bauchwassersucht, die eigentlich dafür verantwortlichen
Krankheiten können Stoffwechselstörungen, Laichverhärtung, eine große Anzahl
möglicher bakt. Infektionen, Frühjahrsviräme bei Karpfen, Sporentierchen
(z.B. Hoferellus carassii), Niereninfektionen, Tumore, Fischtuberkulose oder
virale Infekte sein. Oft entsteht Bauchwassersucht auch durch eine
Nierenerkrankung, die meist auf eine unangemessene Fütterung zurückzuführen
ist, dadurch kann der Fisch seine Osmoseregulierung nicht aufrecht erhalten und
der Bauchraum füllt sich ebenfalls mit Wasser
Symptome und Verwechslungsmöglichkeiten:
Symptome
Die Bauchgegend wird zunehmend praller und undimensional runder und schwillt bis
zum „Platzen“ an, die Schuppen beginnen sich zum selben Zeitpunkt in der
Bauchgegend abzustellen wie bei einem Tannzapfen, Glotzaugen entstehen durch den
hohen inneren Druck teilweise entstehen auch Geschwüre
Verwechslungsmöglichkeiten
Anschwellen des Leibes durch Laichansatz, Besondere Zuchtformen wie bei einigen
Goldfischen, Ballonplaty usw. eventuelle Verstopfungen die sich auch wieder lösen
können
Behandlung:
wenn die typischen und eindeutigen Symptome aufgetreten sind ist in diesem
Stadium eine Heilung nicht mehr möglich. Hier hilft nur Vorbeugung durch
artgerechte und somit stressfreie Haltung der Pfleglinge,
sowie optimalste Bedingungen im Aquarium. Des weiteren sollten diese Fische
sofort isoliert werden bzw. von ihrem Leiden erlöst, vor allem lasst nach Möglichkeit
den Fisch nicht im Aquarium versterben da sich die Krankheitserreger von einem
toten Wirt nicht mehr ernähren können und sich einen neuen suchen.
Hinweis: Es gibt einige Medikamente im Zoofachhandel die eine Heilung der
Bauchwassersucht versprechen,
diese können jedoch nur bestimmte Ursachen heilen sofern man sie rechtzeitig
erkennt, was bei der Vielzahl der Möglichkeiten jedoch ausgesprochen schwierig
ist und für einen Normalaquarianer kaum eindeutig bestimmbar.
Solltet ihr ein nachweisbar helfendes Medikament finden das eine zerfressene
Leber oder durchbrochene Darmwand wieder repariert empfehle ich euch meldet es
zum Patent an und ihr werdet reich,
Die Humanmediziner küssen euch sicher die Füße
Alexander Berger
Eine nicht zu unterschätzende Krankheit, die oft verwechselt oder aus
Unwissenheit falsch behandelt wird. Eine der gefährlichsten
Zierfischkrankheiten! Sie gilt auch heute noch als Unheilbar.
Für die Fischtuberkulose sind so genannte Mycobakterien verantwortlich die zur
Gruppe der grampositiven Bakterien gehören. Es sind säurefeste Stäbchenbakterien
die bis zu 5 µm groß werden können. Mycobakterien
werden sowohl über das Wasser als auch über den Bodengrund übertragen und
sind in jedem Aquarium vorhanden. Es ist daher anzunehmen dass ein hoher
Prozentsatz unserer Zierfische infiziert ist oder zumindest mit ihnen Kontakt
hatte. (Schätzungen belaufen sich [Lechleiter & Ter Höfte, 2000] auf 80
%). Mycobakterien sind bei einer Infektion in fast allen Organen der Fische
nachweisbar mit dem Mikroskop. An den Befallenen Stellen stirbt Gewebe ab und
wird anschließend bei gesunden Fischen von den so genannten Fresszellen
umgeben, daher mit Bindegewebe eingekapselt. Diese Knötchen sind unter dem
Mikroskop als bis zu 1 mm große Granulome (Tuberkeln) gut zu erkennen.
Erst durch Auftreten ungünstiger Haltungsbedingungen, starker Stressfaktoren
(Krankheiten, Parasitenbefall, hohem Sozialstress) brechen die Hüllen der
abgekapselten Erreger auf und werden im Fisch freigesetzt. Jetzt können auch
die ersten äußeren Symptome auftreten und der Fisch ist jetzt als an FTBC
erkrankt zu bezeichnen. Die Krankheit verläuft entweder schleichend (Verlust
eines Fisches im Laufe einiger Monate) oder seuchenartig (Verlust des gesamten
Fischbestandes innerhalb weniger Wochen).
Vorbeugung und Quarantäne
-Vorbeugung u. Quarantäne:
Senkung des Keimdruckes, wer hat, einen UV – Klärer um die Keimzahl zu senken
Eine Infektion zu vermeiden scheint mir ein unmögliches Unterfangen zu sein,
die beste Schutz ist und bleibt:
Den Fischen und ihrem Herkunftsort entsprechende optimale Haltungs- und
Wasserbedingungen bieten. Vermeidung von Sozialstress durch Zusammensetzen
von Fischen deren Lebensweisen Revier- und Brutverhalten, oder
Futtergewohnheiten nicht miteinander Konform gehen, kontinuierliche
Pflegebedingungen daher keine abrupten Änderungen z.B. Der Wasserwerte,
Abwechslungsreiches Futter der Art des Fisches entsprechend, vitaminisiertes
Futter zur Stärkung der Abwehrkräfte Verdächtige und sichtbar erkrankte Tiere
sind in Quarantäne zu setzen, ist die FTBC nachgewiesen sind die Tiere
sachgerecht zu töten und zu vernichten.
Bei seuchenhaftem Auftreten muss der gesamte Fischbestand vernichtet werden und
Aquarien und Einrichtungsgegenstände gründlich desinfiziert werden.
Hinweis. FTBC gilt auch als auf den Menschen übertragbar, der Erreger kann zwar
nicht über unverletzte Haut eindringen, aber Sehrwohl über offene Wunden oder
Abschürfungen hier ist nicht ohne Schutzhandschuhe im Aquarium zu arbeiten.
Entzündete Stellen an Händen die nicht innerhalb von zwei drei Wochen abheilen
sollte man sicherheitshalber einem Arzt vorstellen
An dieser Stelle noch ein Hinweis, in der Aquaristik aktuell Nr. 4/2004 ist ein
recht interessanter Artikel zur Übertragung der Fischtuberkulose auf den
Menschen sowie zu den Risiken und ihrer Minimierung Als besonders gefährdete
Fische gelten die jenigen die in für sie untypischen Wasserverhältnissen leben
müssen (also Bsp. Weichwasserfische in sehr hartem Wasser über 20 dGH, oder
stark alkalischem Wasser z.B. mit pH über 8) oder Überbesatz.
Symptome und Verwechslungsmöglichkeiten:
Ein großes Problem bei der FTBC ist die Symptomatik, da viele Symptome auch bei
anderen Krankheiten auftreten und daher nur eindeutig durch eine
mikrobiologische Untersuchung bzw. mikroskopische Untersuchung nachzuweisen
sind.
Als Alarmsignal sind folgende Veränderungen zu werten:
Auftreibung des Leibes durch Flüssigkeitsansammlung in der Leibeshöhle,
eingefallene Bäuche, Schuppenausfall und oder Schuppensträube, offene
Hautstellen und offene Körperstellen (als wären Stücke herausgebissen) die
ist meist ein typisches Merkmal der aufplatzenden "Zysten" sind,
Glotzaugen bis hin zum herausfallen der Augen, Abmagerung bis schmaler Rücken
(Messerrücken), Wirbelsäulenverkrümmung, verblassen der Farben, ruckartige
Schwimmbewegungen, Bauchrutschen, stark verringerte Reaktionen und Reflexe,
Nahrungsverweigerung, Absondern und Eckenstehen.
Alle diese Symptome können einzeln oder in Verbindung mit anderen auftreten, da
diese Symptome auch bei anderen Krankheiten, vorwiegend Bakteriosen als typische
Anzeichen angesehen werden, ist hier durchaus eine entsprechende Untersuchung an
den dafür ausgewiesenen Stellen anzuraten (Tierarzt, Labors der
Fischwirtschaft, eigene Untersuchungen wenn man die nötigen Mittel hat)
Maßnahmen und Verfahrensweisen:
nach eindeutiger Feststellung einer Tuberkuloseinfektion:
Desinfektion:
Gilt für alle Einrichtungsgegenstände im Aquarium:
- mit Kaliumpermanganat (KMnO4)
1. Man befüllt das Aquarium bis zum oberen Rand mit Wasser und legt alle
Gegenstände der Einrichtung hinein. Der Außenfilter läuft ohne Befüllung
weiter so das alle Teile der Einrichtung umspült werden
2. Dann wird soviel Kaliumpermanganat dazu gegeben bis ein intensive Violette Lösung
entsteht durch die man nicht mehr hindurchsehen kann
3. nach drei Tagen das Becken entleeren und solange alles mit klarem Wasser spülen
bis keine Färbung mehr zu erkennen ist
- mit Wasserstoffsuperoxid (H2O2) 30%
(Apotheke)
Hinweis: Vorsicht! Stark ätzend! Bei Unfall Arzt hinzuziehen.
Nicht mit Haut oder Kleidung in Berührung bringen.
H2O2 zersetzt sich unter Lichteinwirkung in Normales Wasser H2O und Sauerstoff
daher dunkel Lagern
1. ohne Fische und Bodengrund werden 50 ml der 30% Lösung auf 100 l Wasser
gegeben Einrichtungsgegenstände können mit hineingegeben werden, der Kies
sollte besser komplett ausgetauscht werden, der Filter bleibt ohne Inhalt in
Betrieb
2. Das Becken bleibt mit der Lösung 3 Tage stehen und das Licht bleibt an
3. Danach Becken ablassen und mit Wasser ausspülen
Der Vorteil dieser Verfahrensweise, es bleiben keine giftigen Rückstände die mühevoll
entfernt werden müssen.
- mit Isopropanol, Isopropylalkohol 70%ig
(Apotheke)
Anwendung zur Desinfektion von Händen und Gegenständen
Hinweis: Alkohole sind leicht entzündlich und ihre Dämpfe bilden mit der Luft
ein explosives Gasgemisch!
Nicht in offenes Feuer sprühen, nicht in Heizungsräumen oder in der Nähe von
offenem Feuer anwenden. Räume gut lüften bis der Alkoholgeruch verflogen ist
1. Die im Handel erhältliche 100%ige Lösung auf 70 Prozent verdünnen (70 ml
abfüllen, bis 100 ml auffüllen mit Wasser) damit kann man auch seine Hände
desinfizieren, einfach an der Luft trocknen lassen Gegenstände können durch
einlegen in die Lösung keimfrei gemacht werden.
2. in eine Sprühnebelflasche umfüllen (z.B. Blumenzerstäuberflaschen) alle Flächen
gleichmäßig einsprühen und trocknen lassen nach wenigen Stunden wiederholen
Die Flüssigkeit verdunstet Rückstandsfrei, es kann also nach dem trocknen ohne
weiteres das Aquarium wieder befüllt werden.
Offensichtlich befallene Fische nicht im Aquarium belassen und gar dort
versterben lassen da hier große Mengen infektiöser Bakterien freigesetzt
werden!
Alexander
Berger
Sind ein, unter Aquarianern nicht unbekanntes Symptom
Bei Glotzaugen muss man zuerst einmal zwei grobe Unterscheidungen treffen:
1. Verursacht durch Umwelteinflüsse: Veränderung der Wasserqualität (diese kann auch positiv sein, manche Fische brauchen jedoch etwas Zeit um sich
anzupassen), Vergiftungen, Sauerstoff-, Kohlendioxidkonzentrationen, pH-Wert, Verletzungen ( meist in Verbindung einer Hornhautrübung oder Verpilzung)
Nervenschädigung durch Vergiftung
2.Krankheitsbedingte Einflüsse: Bauchwassersucht, Glotzaugen, Schuppensträube
und Geschwüre, Fischtuberkulose, Tumore, Ernährungsbedingte Stoffwechselstörungen, Laichverhärtung,
Frühjahrsvirämie (Vireninfektion) der Karpfen,Nervenschädigung durch
Bakterien oder Viren
Vorbeugung
und Quarantäne
-Augen auf beim Fischekauf, solche Fische sollten nicht gekauft werden auch nicht andere aus dem selben Becken,
-Neue Fische in einem gesondertem Becken in Quarantäne gehalten werden, Minimum eine Woche - Optimum 4 Wochen
-Den Fischen und ihrem Herkunftsort entsprechende optimale Haltungs- und Wasserbedingungen bieten. Vermeidung von Sozialstress durch Zusammensetzen
von Fischen deren Lebensweisen Revier- und Brutverhalten, oder
Futtergewohnheiten nicht miteinander Konform gehen, kontinuierliche Pflegebedingungen daher keine
abrupten Änderungen, z.B. Der Wasserwerte, Abwechslungsreiches Futter der Art des Fisches
entsprechend
-Nach der Behandlung hilft, wer hat einen UV – Klärer um die Keimzahl zu
senken und Vitaminisiertes Futter zur Stärkung der Abwehrkräfte
Symptome und Verwechslungsmöglichkeiten:
-Fische die aus Zuchtgründen Glotzaugen haben z.B. Teleskopaugengoldfisch
Wie bereits erwähnt gibt es bei Glotzaugen mehre Möglichkeiten der Ursache
-Verursacht durch Umwelteinflüsse: hier
geschieht die Glotzaugenbildung meist sehr schnell im Gegensatz zu Krankheitsbedingten Einflüssen.
Oft treten sie kurz nach einem Wasserwechsel auf oder bei Neubesatz
und meist tritt nur ein Auge heraus, was jedoch nicht zwingend der Fall sein
muss! Oft geht die Glotzaugenbildung dann auch sehr schnell zurück Wenn die
Bedingungen wieder auf ein Optimum gebracht werden
Hinweis: über die Notwendigen Pflegebedingungen
sollte sich jeder vorm Kauf von Fischen genau informieren!
Verursacht durch Krankheitsbedingte Einflüsse:
Auch hier muss man wieder unterscheiden ob die Glotzaugen die Begleiterscheinung
einer anderen Krankheit z.B. Einer Bauchwassersucht sind, oder ob es sich um eine reine durch Bakterien, verursachte Erscheinung handelt.
Ursachen
und Behandlung:
-Schritt eins,
feststellen ob es sich um umweltbedingte Einflüsse handeln könnte, durch regelmäßiges bestimmen der Wasserwerte sowohl vor
als auch nach einem Wasserwechsel dazu eignen sich die handelsüblichen
Wassertests,
oder den Zoohändler fragen ob er dies tut, vergleichen der Werte von Leitungswasser und Aquarium auf
Zusatzstoffe wie Chlor, Kupfer (bei älteren Wasserleitungen z.B.)
-Behandlung:
schaffen von optimalen Pflegebedingungen, abstellen der möglichen Ursache z.B. Durch Wasserwechsel, pH- Korrektur, kurzfristig besteht auch die Möglichkeit
eines der handelsüblichen Mittel zur Schadstoffbindung zu benutzen oder Filtern über
Aktivkohle Hinweis: dies kann aber nur eine kurzfristige Lösung
sein, Grundsätzlich müssen optimale Pflegebedingungen langfristig geschaffen werden, nach Möglichkeit ohne
viel Chemie
-Schritt 2
Erst wenn umweltbedingte Einflüsse ausgeschlossen werden können, besteht die Möglichkeit
das die Ursachen, bei einer Krankheit oder Infektion, zu suchen ist! Auch hier muss man wieder unterscheiden ob die Glotzaugen die Begleiterscheinung
einer anderen Krankheit sind oder ob es sich um eine reine bakteriell, verursachte
Erscheinung handelt
-Behandlung: Verursacht durch Bakterien
kaum mehr möglich da Symptom meist erst in sehr weit fortgeschritten Stadium
auftritt wenn bereits innere Organe geschädigt sind, wichtig den Fisch nach Möglichkeit
nicht im Aquarium sterben lassen da beim Tod die Bakterien freigesetzt werden und
andere Fische sofort infiziert werden können.
danach muss der Fischbestand in dem der Krankheitsfall aufgetreten ist mit antibakteriell wirkenden Arzneimitteln aus dem Zoofachhandel behandelt
werden Da man von einer Ansteckung 100% ausgehen kann.
Hinweis: Alle antibakteriell wirkenden Medikamente
zerstören auch Nitrifizierende- und Nutzbakterien im Aquarium. Das Becken muss daher neu eingefahren werden
ein trennen des Filters wäre sinnlos da sich die Erreger auch dort befinden. Der Einsatz eines UV- Klärers im Fischfreien Becken wäre eine Alternative während
die Fische in einem Quarantänebecken behandelt werden
Persönliche Anmerkung: es besteht auch die Möglichkeit
Antibiotika einzusetzen, die ich jedoch im Sinne aller Aquarianer nicht uneingeschränkt empfehlen kann
hier besteht die Gefahr von Resistenzen der Bakterienstämme und sollte nach Möglichkeit nur das allerletzte Mittel sein, wenn überhaupt.
Alexander BERGER
Weißpünktchenkrankheit (Wimperntierchen)
auch Grießkörnchenkrankheit genannt, ist mit einer 1mm Größe sehr gut
erkennbar und wohl eine der bekanntesten Krankheiten im Aquarium.
Ichthyophthirius multifiliiis sitzt sowohl in der Haut als auch in den Kiemen
und durchläuft mehrere Entwicklungsstadien : Erwachsene Parasiten lösen sich
vom Fisch und fallen zu Boden, wo sich eine Zyste bildet, in ihr entstehen durch
Zweiteilung 250 -1000 Schwärmer bilden ab einer gewissen Größe platzt diese
Zyste auf und die Schwärmer machen sich auf den Weg einen neuen Wirt zu suchen.
Dies muss innerhalb von 48 Stunden geschehen sonst sterben die Schwärmer ab. Hat
ein Schwärmer einen Fisch erreicht bohrt er sich durch die Schleimhaut um sich
anschließend zwischen der ober- und Lederhaut festzusetzen, während der nun
einsetzenden Wachstumsphase entstehen als Hautreaktion die bekannten weißen Pünktchen.
Die Entwicklung zum reifen Parasiten dauert bei Temperaturen über 20 Grad meist
7-14 Tage. Bei Temperaturen über 27 C wird das Wachstum eingeschränkt Bzw.
verlangsamt
Hinweis: Ichtyo kann nur während der Schwärmerphase innerhalb der angeführten
48 h mit Medikamenten erfolgreich bekämpft werden
Vorbeugung und Quarantäne
-Vorbeugung u. Quarantäne:
Augen auf beim Fischekauf, oft ist ein Befall bereits beim Händer zu entdecken,
wer nett ist weisst ihn drauf hin aber solche Fische sollten nicht gekauft
werden auch nicht andere aus dem selben Becken, Neue Fische und Pflanzen sollten
in einem gesonderten Becken in Quarantäne gehalten werden, Minimum eine Woche -
Optimum 4 Wochen. Den Fischen und ihrem Herkunftsort entsprechende optimale
Haltungs- und Wasserbedingungen bieten. Vermeidung von Sozialstress durch
Zusammensetzen von Fischen deren Lebensweisen Revier- und Brutverhalten, oder
Futtergewohnheiten nicht miteinander Konform gehen
Abwechslungsreiches Futter der Art des Fisches entsprechend
Nach der Behandlung hilft, wer einen hat ein UV Klärer die Keimzahl zu senken
und Vitaminisiertes Futter zur Srärkung der Abwehrkräfte
Symptome und Verwechslungsmöglichkeiten:
mögliche Atemnot wenn z.B. nur Kiemen befallen sind, Typische weiße Pünktchen,
Flossenklemmen, Schaukelnde Bewegung (auch wenn weiße Punkte noch nicht
sichtbar sind), Scheuern an Steinen, Futterverweigerung
Verwechslungsmöglichkeiten:
besteht mit Oodinium (Samtkrankheit)
Hautveränderung bei beginn einer Lymphocytis- Infektion (Vireninfektion, nicht
oder kaum Medikamentös behandelbar), bei einigen Goldfischen, Elritzen oder
anderen Fischarten der so genannte Laichausschlag (die sind dann Kerngesund)
Behandlung:
1 Heilmittel aus dem Zoofachhandel ,
Wichtig: ist jedoch hierbei wie bei allen anderen Behandlungen das die angebenen
Zeiträume aufgrund des Lebenszyklus von Ichtyo nicht ganz ausreichend sind. Beim
Auftreten bzw. bei Sichtbaren Pünktchen ist nicht sicher wie lange es bis zum
reifen Schwärmer dauert. Behandlungsdauer: 10 – 14 Tage
Malachitgrünoxalat:
5mg/100 L im dunklen (filterlosen Quarantänebecken)
für alle Fische aus dem Becken mit Befall
- alle 2-3 Tage 50% Wasserwechsel und jedes Mal 50 % der Anfangsdosis zusetzen
Hinweis: Malachitgrünoxalat wird von Neons/ rote Neon schlecht vertragen und
reagieren evtl. empfindlich
Medikament ist gut Wasserlöslich, färbt Wasser grün und kann Pflanzen schädigen,
es besteht die Möglichkeit das niedere Tiere Malachitgrünoxalat nicht
vertragen
Kochsalz:
(jodfrei) Kurzeitbad in 2%iger Kochsalzlösung (=20 g Salz/ L)
von 15 min Dauer
Hinweis: hilft nur bei schwachem Befall, Zweimalige Wiederholung nötig da nur
die Schwärmer bekämpft werden
Alexander
BERGER
Wahrscheinlich durch den Neukauf von Pflanzen, hatte ich mir Kiemenwürmer eingeschleppt. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, leben die Würmer der Gattung Gyro... zunächst in Schnecken (die ja leicht mit Pflanzen übertragen werden können). Sollte den Würmern die Schnecke zu klein werden, wandern sie aus und befallen die Fische.
Ich muß gestehen, nur mit bloßem Auge habe ich den Befall meiner Fische mit Kiemenwürmern (erkennbar an den geröteten Kiemen) nicht erkannt. Ich dachte zunächst an einen Befall mit Darmparasiten, da die Tiere sehr abmagerten und der Bauch stark eingefallen war. Da die im Handel erhältlichen Gegenmittel nicht halfen, versuchte ich eine andere Heilmethode über die Newsgroup "de.rec.tiere.aquaristik" zu erfahren. Im Zuge dessen wurde mir ein Heilmittel mitgeteilt, welches nur bei einem Tierarzt erhältlich sei. Doch leider mußte mir der Tierarzt mitteilen, daß dieses Mittel (Concurat) in Österreich nicht mehr erhältlich sei. Er schlug mir jedoch vor, einen toten Fisch vom Veterinärmedizinischen Institut untersuchen zu lassen. Erst durch diese Untersuchung wußte ich vom Befall mit Kiemenwürmern. Nach einer kurzen Information durch den untersuchenden Tierarzt kaufte ich mir ein gängiges Heilmittel gegen Kiemenwürmer der Gattung Gyro. Das Mittel war leicht anzuwenden, da nur ein Teilwasserwechsel durchgeführt und auf 25 Liter Wasser eine Kapsel ins Aquarium "geschmissen" werden mußte. Nach Beendigung der Nachbehandlung (selbe vorgehensweise) starben "nur mehr" bereits stark befallene Fische. Doch es dauerte nur wenige Wochen und dann starben auch die restlichen Fische. Da ich ziemlich viele Mittel gegen Kiemenwürmer ausprobiert hatte und kein einziges half, mußte ich letztendlich die noch lebenden Fische abtöten, alle Aquarien ausräumen, putzen und von neuem beginnen.
Ich kann aufgrund dieser Erfahrung nur anraten, ein Quarantänebecken zu benützen, was zwar (fast) jeder weiß, aber (fast) keiner macht. Daher: AUS ERFAHRUNG WIRD MAN KLUG
Günther EIGNER
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