oder
Gelebter Aquariotismus
(Die Urform dieser Geschichte schrieb ich im Frühjahr 1998 mittlerweile haben wir Ende August 2000 - Fortsetzung Mai 2001 - Fortsetzung Jänner 2002 - Fotsetzung Mai 2002 - Fortsetzung September 2002 - Fortsetzung Februar 2004 - Fotsetzung April 2005)
Hier möchte ich die Geschichte erzählen, wie ich eine begeisterte Aquarianerin wurde und noch immer bin trotz aller Mühen und Plagen!
Es begann damit, daß meine Mädels Anfang August 1997 nach Hause kamen und fragten, ob sie mit einem Freund mitgehen dürften, der seine beiden Wasserschildkröten in einem Teich aussetzen wollte. Ich war mit so einer Vorgangsweise nicht einverstanden und erkundigte mich bei seiner Mutter nach dem Wie und Warum.
Sie erklärte mir, daß in dem 54 l Becken, in dem die beiden Schildkröten untergebracht waren, das Wasser einmal in der Woche bricht, obwohl sie mit dem Saubermachen sehr viel Zeit verbringt. Sie halte den Gestank nicht mehr aus. Daraufhin erbarmte ich mich der beiden armen Wasserschildkröten und nahm sie in unser Heim auf. Leider war es auch bei uns nicht besser. Die Reinhaltung des Wassers erforderte so enormen Aufwand und trotzdem war es nicht zu schaffen.
Durch Zufall lernte ich jemanden kennen, der sich mit Wasserschildkröten beschäftigt und bat ihn um Rat. Er meinte, daß ich mir ein wesentlich größeres Becken und einen viel stärkeren Filter anschaffen sollte, damit ich dieses Problem in den Griff bekomme. Da ich das aber nicht wollte, fragte ich ihn, da er ja schon vier prächtige Wasserschildkröten hatte, ob er unsere beiden nicht auch noch aufnehmen könnte. Er nahm die beiden bei sich auf und sie fühlten sich in ihrer neuen Umgebung gleich recht wohl. Nun hatte ich aber ein leeres Aquarium, einen Außenfilter und etliches Zubehör zu Hause herumstehen. Das war etwa im August 1997. Da beschlossen wir (mein damaliger Lebensgefährte und ich), uns doch ein paar Fische in dieses Aquarium zu nehmen.
Gesagt, getan, nach zwei Wochen schwammen die ersten Fischlein (Neonsalmler, Zitronensalmler, Corydoras panda und einige andere) in unserem Aquarium. Eingerichtet haben wir natürlich mit Wasserpflanzen, ein paar Steinen und einer Wurzel. Beim Neukauf einer Pflanze haben wir uns dann Schnecken eingeschleppt. Damit begann das, daß ich mich mehr um das Aquarium kümmerte, denn ich habe eine relativ gute Hand für Pflanzen. Um die Fische kümmerte sich nach wie vor eher Robert. Damit, daß ich mich nun mehr mit den Pflanzen im Aquarium beschäftigte, begann meine intensive Liebe zur Aquaristik.
Heute bin ich diejenige, die unsere Aquarien zu betrachten und auch zu pflegen am meisten genießt. Nach einiger Zeit und dem Wunsch nach mehr und auch etwas größeren Fischen haben wir uns im November das 240 l Becken angeschafft, das wir mit unseren Fischen aus dem 54 l Becken bestückten und noch einige dazugekauft hatten. Mittlerweile war ich richtig vernarrt in unsere Fische und damit begann, was bis heute anhält: meine intensive Liebe zur Aquaristik. Wir entwickelten eine Vorliebe für die verschiedensten Welsarten. Natürlich ließ ich auch das 54 l Becken nicht leer stehen. Anfang Jänner folgte ein 200 l Becken in das die Gesellschaft vom 240 l Becken übersiedelte. Im 240 l Becken pflege ich seither Malawibuntbarsche, die mich sehr faszinieren und begeistern.
Jetzt besaß ich bereits drei Becken, doch es sollte noch dicker kommen. Eines Tages wurde mir ein 112 l Becken sehr günstig angeboten und ich konnte nicht nein sagen. Das war Becken Nummer vier. Es sollten noch drei kleine Becken und zwar in der Größe von 2x 48 l und ein 25 l. Diese Becken sind Schlupf- und Aufzuchtbecken. Wegen der großen Anzahl der Jungfische meiner Malawibuntbarsche schaffte ich mir noch ein 200 l Becken an.
Dann kam die Jahresstromrechnung. Der Betrag, den ich nachzahlen mußte, kippte mich aus den Socken. Das 25 l Becken schenkte ich meiner Schwester und die beiden 48 l Becken habe ich ausgeräumt und die darin lebenden Fische in die anderen Becken aufgeteilt um somit einiges an Kosten einzusparen.
Nach gut einem dreiviertel Jahr hat es mich aber dann wieder gepackt. Ich begann, meine Corydoras panda im 54 l Becken zur Zucht anzusetzen. Das klappte recht gut und sie laichten brav ab. Die Eier überführte ich in einen Ablaichkasten in diesem Becken. Sie schlüpften auch recht zahlreich, aber was nun. Ich kaufte einen zweiten Ablaichkasten und überführte die Larven in diesen. Die Kleinen wuchsen recht munter weiter und wurden immer zahlreicher. Sie hatten keinen Platz mehr. Da war der nächste Schritt und ich kaufte mir ein kleines 10 l Becken, das nun seinen Platz auf dem Küchentisch hat und da steht es noch heute.
Weil mich Panzerwelse sehr faszinieren, habe ich die Corydoras sterbai wieder in eines der 48 l Becken mit einem Ancistrus-Pärchen übersiedelt. Heuer im Jänner sah ich Panzerwelse, die wurden als Corydoras schwartzi verkauft. Ich war mir ziemlich sicher, daß es sich hierbei um keine schwartzis handelt und kaufte sechs Tiere. Am Abend saß ich mit meinem Atlas der Panzerwelse und bestimmte sie ganz genau, das muß ich immer hieb- und stichfest wissen. Ich entdeckte, daß es sich um Corydoras surinamensis handelte. Sie gefielen mir so gut, daß ich noch weitere 9 Tiere kaufte, damit sind es jetzt 15. Diese 15 leben jetzt mit zwei kleinen Zebra-Harnischwelschen im zweiten 48 l Becken.
Somit ist die Anzahl meiner Becken wieder auf acht angewachsen. Die Stromkosten kann man nämlich mit einer Senkung der Temperatur um 2° in Grenzen halten, ebenso stecke ich alle Heizstäbe im Frühjahr, wenn es wärmer wird aus. Die Raumtemperatur und die Wärme der Beleuchtung reicht nämlich völlig aus. Das hat sich bei der heurigen Jahresabrechnung (Mai 2000) auch gleich in Zahlen ausgewirkt.
Im Jänner 2000 habe ich mich von meinem Lebensgefährten getrennt. Er wollte sich zwar ein Becken mitnehmen als er auszog. Das habe ich aber mit dem Argument verhindert, als ich meinte, derjenige von uns, der im letzten Jahr sich um die Fische gekümmert hat, soll das auch weiterhin tun. Somit blieben alle acht Becken stehen, so wie sie waren. Dies ist nur eine kleine Info über mich und meine Einstellung zur Aquaristik.
Im Moment bin ich gerade dabei, meine Malawi-Zucht aufzulösen und versuche Abnehmer für meine Fische zu finden, das ist gar nicht leicht. Ich hoffe aber doch, daß ich für jeden Fisch einen guten Platz finde. Ich habe nämlich vor, mir das 240 l Becken als Südamerika-Becken und das 200 l Becken im Wohnzimmer als Westafrika-Becken einzurichten, im 112 l Becken sind und bleiben auch die Sterbais, die Schwanzstreifen-Dianema, einige andere Welse und dazu sind 5 grüne Schwertträger gekommen. Dazu werde ich noch ein paar Guppies setzen und dann ist das Becken wieder gut besetzt. Im 54 l Becken verbleiben die Pandas und die Pitbull-Harnischwelse. Dieses Becken bekommt demnächst meine kleinere Tochter in ihr Zimmer. Sie hat nämlich auch die Liebe zur Aquaristik entdeckt und interessiert sich sehr dafür. Sie hilft mir auch immer gerne beim Wasserwechsel.
Im zweiten 200 l Becken pflege ich zur Zeit noch eine Brut meiner Protomelas fenestratus, die schon relativ groß sind. Dafür hoffe ich auch, daß ich demnächst Abnehmer finden werde. Des weiteren befinden sich in diesem Becken ein Synodontis angelicus, zwei Glyptoperichthys gibbiceps und ein Ancistrus dolichopterus. Die beiden gibbiceps und der Ancistrus werden ins 240 l Becken und der angelicus (liebevoll von mir "EMIL" genannt) wird ins Westafrika-Becken übersiedeln. Die zwei 48 l Becken werden über kurz oder lang so hoffe ich wieder Zucht- und Aufzuchtbecken werden.
Einen Traum hätte ich noch ich hätte nämlich gerne ein noch größeres Becken und zwar mit ca. 500 l (oder mehr?!?) Ich weiß nur nicht, wann die finanziellen Gegebenheiten es zulassen, daß ich mir diesen Traum anschaffe als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern tut man sich da ein bißchen schwer. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß ich das doch irgendwann schaffe.
Tja, jetzt haben wir Mai 2001 und ich habe mir im April etwas ganz Tolles in mein Wohnzimmer gestellt: Ich habe mir eine Zuchtanlage mit 13 Becken gekauft. Und die steht genau auf dem Platz, wo ich eigentlich mein großes Becken aufstellen wollte. Aber was solls, es kommt meistens anders, als man denkt ! Ich habe auch deshalb auf ein großes Becken verzichtet, weil ich im Moment viele verschiedene Jungfische großziehe und die brauchen eben mehrere kleine Becken und nicht ein großes. Ich habe eine Riesenfreude damit.
Auch in meinen Becken hat sich einiges getan, die Malawis spielen nicht mehr die erste Geige. Die Zuchttiere habe ich im Herbst alle abgegeben, eine kleinere Gruppe von den Otopharynx lithobates habe ich noch und von denen behalte ich mir sicher welche, dazu kommen noch eine Gruppe Labidochromis yellow und dann ist Schluß. Die sind jetzt ins Zimmer meiner Tochter (dort steht eines meiner 200 - Liter - Becken) übersiedelt. Im 240 - Liter - Becken pflege ich meine gibbiceps, eine Gruppe Peckoltias, nicht zu vergessen, einen Synodontis schall (das ist mein Streichelfisch und der hat den Namen "Jumbo"). Zu denen sollten sich dann noch ein Apistogramma - Pärchen gesellen. Ich bin aber noch nicht schlüssig, welche Art.
Im 200 - Liter - Becken im Wohnzimmer schwimmen natürlich noch immer meine Botia macracanthus, einige Ancistrus, usw und zwei Arten von Regenbogenfischen, nämlich Melanotaenia lacustris und splendida inornata. Im 112 - Liter - Becken (dieses stehe auch im Wohnzimmer) schwimmen die Corydoras sterbai, Xiphophorus helleri grün und einige Guppies. Die vermehren sich ganz ordentlich und deshalb bekam ich auch ein Platzproblem. Na dieses habe ich ja jetzt gelöst.
Jetzt warte ich nur noch darauf, daß ich für meine Babies (einige davon sind schon zum abgeben) gute Plätze finde, aber das wird schon werden. Ich möchte halt immer, daß die Fische, die ich groß ziehe auch dementsprechend weiter gepflegt werden, so wie bei mir.
Mittlerweile ist Jänner 2002, die Anzahl meiner Becken hat sich jetzt auf insgesamt 20 erhöht und ich habe immer noch alles fest im Griff und meinen Fischlis geht´s prächtig. Ein bißchen was hat sich wieder geändert und deshalb wird wieder mal alles festgehalten.
Die Zuchtanlage mit ihren 13 Becken war die Anschaffung einfach wert, bin nach wie vor ganz begeistert davon. Bei meinen Fischen hat sich auch einiges getan. Eine Regenbogenfischart und zwar die Melanotaenia splendida inornata habe ich gegen Melanotaenia herbertaxelrodi getauscht. Die M. herbertaxelrodi vermehren sich zur Zeit ganz massiv (ist aber auch gezielt gewollt !). Bei den M. lacustris tut sich da nicht soviel, aber das wird auch noch werden, wenn ich sie demnächst in ein eigenes Zuchtbecken isoliere.
Die Guppyzucht habe ich sehr eingeschränkt mittlerweile, die Xiphophorus helleri "grün" vermehren sich immer noch recht gut und der Absatz paßt auch dazu. Also dürfen die Mamas weitere Babies bekommen. Vorige Woche erst hat eine Dame 42 Junge bekommen, ich konnts erst gar nicht fassen !
Weiters habe ich jetzt drei Arten Killifische und zwar Aplocheilus lineatus (Wildform und goldene Zuchtform), Aphyosemion striatum und gardneri nigerianum. Letztere sind auch gerade zur Zucht angesetzt und die scheint erfolgreich zu werden.
So tut sich doch einiges in meinen Becken und ich habe mich jetzt dazu entschlossen, die Malawis im 200 l Becken ganz wegzugeben, da ich dieses Becken dann für die Aufzucht der Melanotaenia brauche.
Diesen Sommer wird es soweit sein, ich werde es endlich schaffen, mir ein Becken mit ca 500 l anzuschaffen (LxTxH - 220 x 50 x 50). Und zwar wird das so sein, daß ich die nebeneinander stehenden 240 l und 200 l wegnehme und an diesem Platz wird dieses Becken stehen. Das 200 l wird in den Keller wandern auf Trockendock, das 240 l wird an den Platz des 112 l wandern und das 112 l wird an die Zuchtanlage anschließend aufgestellt. Somit bleibt die Anzahl der Becken gleich, jedoch wird das Volumen um einiges mehr werden und meine Welse werden sich darin dann sicherlich noch wohler fühlen.
Durch die Erfüllung dieses lange schon gehegten Wunsches fällt zwar mein Sommerurlaub sprichwörtlich ins Wasser, jedoch habe ich dann an dem neuen Aquarium das ganze Jahr über Freude und das ist doch viel wichtiger !
Ich werde natürlich weiter berichten, wie es mir und meinen Fischlis so ergeht !


Wir haben heute den 26. Mai 2002. Ich habe gestern mein 650 l Becken nach Hause geholt, aufgestellt und eingerichtet. Es läuft und ich bin so richtig glücklich. Lange hats gedauert, bis ich mir meinen Wunschtraum erfüllen konnte, doch jetzt hab ichs geschafft und meine Gibbiceps haben endlich ein ordentliches Zuhause. In dem Becken - wurde natürlich gleich mit Altwasser eingerichtet und der Filter war ja bis gestern in Betrieb und wurde nicht ausgewaschen - schwimmen auch meine Prachtschmerlen. Sechs Stück und die haben jetzt auch richtig Platz zum Ausschwimmen.
Einen besonderen Dank möchte ich hiermit meinen Kollegen aus der Montage der Firma, bei der ich arbeite, aussprechen. Die vier Männer haben mich wirklich sehr tatkräftig unterstützt und das Becken transportiert und aufgestellt. Ohne ihre Hilfe wärs nicht so einfach über die Bühne gegangen. Ist ja schon ein ziemlicher Aufwand, ein laufendes 650 l Becken auszuräumen, alles transportieren usw.
Jetzt bin ich fast am Ziel meiner Wünsche, einen klitzekleinen hab ich noch ... nämlich das Regal mit den Killibecken fertigstellen. Dafür brauch ich noch eine Luftpumpe zum Betrieb der Filter und drei Abdeckungen, aber die treib ich sicherlich auch noch günstig auf.
Das wird in den nächsten Wochen sein, daß ich das Regal dann fertig mach und dann geht´s richtig los mit der Killifisch-Zucht !
September 2002 - ein kleines Jubiläum mit 5 Jahren im Hobby - und wieder gibt´s Neuigkeiten. Das Killiregal ist auch fast fertig. Es steht im Vorzimmer mit 5 Becken. Ein Regalfach ist noch frei für eventuelle kleine Schlupfbecken mit 12 Liter Inhalt. Wird sich zeigen, ob es notwendig werden wird, diese noch anzuschaffen und aufzustellen.
Die große Tochter ist ausgezogen und so hab ich wieder ein eigenes Schlafzimmer zur Verfügung, das ich mir natürlich gleich eingerichtet habe. In diesem Zimmer standen bis dato schon 4 Becken (200 l, 2 x 48 l und 1 x 54 l). Diese wurden jetzt auf sechs vermehrt und zwar um ein weiteres 54 l und ein 112 l.
Und wieer nehmen konkrete Pläne Formen an. Die beiden Becken im Wohnzimmer 200 l und 240 l (tatsächlich 220 l) werden gegen größere getauscht - 300 und 360 l. Die Becken sind schon zu Hause. Jetzt bin ich noch am zusammentragen der notwendigen Technik. Ich möchte nämlich in diesen "neuen" Becken luftbetriebene Mattenfilter installieren ! Dazu fehlt mir noch einiges, aber auch das werde ich schaffen und zusammenbekommen.
Die beiden Becken (200 und 220 l) werden nicht auf Trockendock kommen ... nein ... meine Tochter hat sich gleich angemeldet und nachdem wir nur mehr zu zweit in der Wohnung sind und jetzt "massenhaft" Platz zur Verfügung haben, hat sie den Wunsch geäußert, die Becken bei ihr im Zimmer aufzustellen. Ich muß sagen, die Idee hat mir irrsinnig gut gefallen. Dafür wird jedoch das 112 l Becken und ein 45 l Becken in ihrem Zimmer wirklich weitergegeben, zumindest einmal in den Keller.
Manchmal frage ich mich, wie das bei mir noch enden wird. Aber es macht mir soviel Freude, mich um meine Fische zu kümmern, mich abends hinzusetzen, zuzusehen .... das ist einfach Entspannung pur !
Lange
hats gedauert, bis ich wieder einmal zum Schreiben der Fortsetzung gekommen
bin.... doch jetzt ist es soweit.
Wir
schreiben Februar 2004 und im letzten Jahr ists oft drunter und drüber bei mir
gegangen. Im Oktober 2002 hab ich im Nebenerwerb einen Fischfutter- und Zubehörhandel
gegründet, na so was kommt halt mal aus dem Hobby raus... grins
Ende
Dezember 2003 wurden dann das 200 und 220 Liter tatsächlich gegen 300 und 360
Liter mit Mattenfilter getauscht. Im 300er sind südamerikanische Salmler,
Synodontis nigriventer und schoutedeni, Ancistrus cf. dolichopterus, Corydoras
axelrodi, ein kleiner Rest von Bärblingen untergebracht. Die Salmler und Bärblinge
genießen mittlerweile ihren Altersruhestand. Die meisten sind „Asylanten“,
die ich halt bei mir aufgenommen habe, wenn mal jemand seinen Besatz umgestellt
hat.
Das
360er ist ein supertolles Becken geworden.... Westafrika als Thema! Darin
befinden sich ein Schwarm Phenacogrammus interruptus, Synodontis schall und
decorus (Schmuckflossenfiederbartwels), Steatocranus casuarius und heute noch
mit eingezogen sind 2 Pärchen Thysochromis ansorgii und 1 Pärchen
Chromidotilapia melaniae. Dieses
Becken läuft von Anfang an einfach super, das 300er nicht so gut, weiß nicht
warum... ich vermute, dass die Wurzeln darin – schon sehr alt – sich jetzt
beginnen total aufzulösen und die Ancistrus tun auch ihr übliches dazu
beitragen.
Meine
jüngere Tochter ist im Sommer 2003 zu ihrem Vater gezogen und somit war ich
alleine in der Wohnung und hatte einen ganzen Raum zur Verfügung. Bis Oktober
hab ich fleißig gespart und dann habe ich mir für das leerstehende Zimmer ein
Regal für Aquarien bauen lassen – Länge 265 cm mit 3 Etagen! Platz für 3x
100 cm Becken, 3x 80 cm Becken und 3x 60 cm Becken. Dieses war dann Ende Oktober
schon fast fertig bestückt.
Eine
ordentliche Luftpumpe habe ich mir natürlich auch angeschafft... was kanns
anderes sein als eine Hagen The Pump 100 – die bringt eine Leistung von 110
Liter Luft pro Minute... das macht 6600 Liter pro Stunde....
Ende
November kam meine jüngere Tochter wieder reumütig nach Hause zurück.... da
gabs dann ein Problem. Irgendwie musste ich das Zimmer wieder für sie frei
machen....
An
Ideen mangelt es mir ja nicht – wie man unschwer hier herauslesen kann –
also habe ich mein Maßband genommen und die Ideen, die ich im Kopf hatte, mal
versucht in cm umzulegen. Dies hat auch hervorragend geklappt, wir haben eine
Rochade der Schränke gemacht – sprich Schlafzimmerschrank ins Kinderzimmer,
Vorzimmerschrank ins Schlafzimmer und das Aquarienregal ins Vorzimmer! War eine
Beschäftigung für 3 Wochen inkl. Ausmalen des Vorzimmers, weil ja hinter einem
großen Schrank niemand die Wände malt... tja und wenn nur ein Regal an der
Wand steht mit Aquarien, dann sieht das bescheiden aus. Also ran an die
Lammfellrolle und ab in die Farbe damit.
Ich
hatte mir fest vorgenommen, dass ich an Heiligabend mir der ganzen „Action“
fertig sein möchte. Wir haben es geschafft, am 23.12. abends um 20 Uhr stand
alles an Ort und Stelle, alle Becken im Regal, Luftleitung ordentlich gelegt,
Kinderzimmer wieder ordnungsgemäß hergestellt und ich war auch geschafft...
Konkret
sind jetzt im Regal im Vorzimmer folgende Becken: 2x 160 Liter (Aufzuchtbecken für
Regenbogenfische und Killifische), 1x 200 Liter (Skalare, Sturisoma aureum,
Liposarcus pardalis, Platydoras costatus, Corydoras kanai), 2x 112 Liter (Trichogaster
trichopterus Hemichromis cristatus Peckoltia sp.), 3x 25 Liter (Rainbow-Babies,
Iriatherina werneri, Melanotaenia praecox-Babies), 1x 76 Liter (Xenotoca eiseni)
und 2x 54 Liter(Aphyosemion striatum und australe, Corydoras schwartzi). Das
Regal wurde mit teilweise vorhandenen und einigen neuen Becken bestückt.
Im
Zimmer meiner Tochter steht noch ein Regal mit 4x 54 Liter Becken (Ameca
splendens/Aphyosemion walkeri, Aphyosemion australe gold, Fundulopanchax
filamentosus, Aphyosemion bitaeniatum, Corydoras surinamensis/Brachyraphis
roseni, Limia vittata, Skiffia bilineata, Corydoras rabauti/Epiplatys dageti
monroviae, Fundulopanchax gardneri gardneri, Aphyosemion bivittatum „Funge“)
und ein Bücherregal mit 4x 10 Liter (Ansatz- und Schlupfbecken für Killis)
Becken.
In
meinem Schlafzimmer – dazupassend zur Einrichtung – noch ein 200 Liter
Becken. Darin schwimmen im Moment noch die Jungfische von Hemichromis cristatus,
Pelvicachromis pulcher, Trichogaster trichopterus, sowie L 204 und L134 und
Corydoras eques.
Das
keine Vorzimmerregal/Killiregal ist auch voll bestückt mit kleinen Becken und
obenauf noch ein 63 Liter Becken mit Gambusia rhizophorae. In den kleinen Becken
schwimmen im Moment Jungfische von Aphyosemion bivittatum „Funge“, in einem
lagert Laich von Epiplatys dageti „monroviae“ und A. bivittatum „Funge“,
dann noch eins mit Heterandria formosa und Corydoras pygmaeus.... usw.
Im
Moment habe ich insgesamt 46 Becken mit ca. 3800 Litern in Betrieb. Da in den
Regalen noch die Höhe und Tiefe ausgenutzt werden kann, werden einige von den
54er Becken gegen 72er bzw. 96 Liter getauscht, sowie auch 3x 10 Liter gegen 25
Liter und der Platz der 3x 25er wird dann noch von einem 128er eingenommen
werden.
Ich
denke, dann ist der Zenit erreicht... oder etwa doch nicht????
Mittlerweile
ist schreiben wir den April 2005 und es hat sich in den letzten 14 Monaten sehr
vieles getan, nicht nur was mein Hobby betrifft! Ich habe im August 2004 – zum
7-jährigen Jubiläum im Hobby – die Anzahl meiner Aquarien auf insgesamt 52
erhöht. Konkret lief das so, dass ich das schwarze Regal vom Vorzimmer ins
Wohnzimmer neben das 650er gestellt hab – wenn frau will, findet sie
immer noch ein wenig Platz und stellt schnell einmal die Möbel um. An
den freien Platz im Vorzimmer kam noch ein Regal mit 3x 60 cm-Becken.
Doch
irgendwann ist wirklich Schluß damit und zwei Monate nach der Fertigstellung,
so im Oktober herum, kam die große Krise. Die Pflege der Becken wurde jetzt
wirklich zur Arbeit. Da ich auch einen hohen Standard fahre mit wöchentlichem
Wasserwechsel und allem Drum und Dran, artet das natürlich ganz schön aus!
Hinzu
kam auch noch das Ende meiner Beziehung, welches mich emotionell sehr getroffen
hat. Es ging mir nicht gut, ganz und gar nicht, das kann ich heute sagen, weil
ich darüber hinweg bin. Diese Situation und die Belastung mit den vielen Becken
wurde mir einfach zuviel, ich war fast am Rande des Umkippens. Doch ich sagte zu
mir: Es muß sich etwas ändern und zwar rigoros, ich will wieder Freude am
Leben und an meinen Aquarien haben!
Ich
habe mich dann entschieden, die Anzahl der Becken drastisch zu reduzieren, vor
allem die kleinen Zuchtbecken, die ja sehr viel Pflege benötigen. Auch das Züchten
machte mir keine Freude mehr und deshalb hab ich vor allem die kleinen
pflegeintensiven Becken beschlossen aufzugeben. Dabei wurde mir natürlich
bewusst, dass ich mich naturgemäß auch von einigen Arten trennen musste, weil
ich dann keinen Platz mehr haben werde.
So
hab ich mich hingesetzt, bewaffnet mit Papier, Bleistift und Lineal, habe eine
Aufstellung aller Becken gemacht und darin notiert, welche Arten drinnen
schwimmen. Also mal eine richtige Bestandsaufnahme gemacht und dann zu überlegen
begonnen, von welchen Arten ich mich verabschieden werde. So erstaunlich dies
klingen mag, die Entscheidung ist mir nicht schwer gefallen. Einige Arten konnte
ich an befreundete Hobbykollegen abgeben, das tut gut zu wissen, ich welche
Pflege die Fische kommen. Den Großteil hat mir ein Bekannter abgenommen, der
einen Zierfischhandel betreibt.
Nun
war klar, welche Arten ich behalten werde und jetzt gings ans Eingemachte,
welche Becken bleiben stehen und welche gebe ich weg. Und auch das ist mir nicht
schwer gefallen. Als erstes habe ich entschieden, dass der große Zuchtschrank
vom Wohnzimmer weg kommen soll. Dann die beiden Regale aus dem Kinderzimmer und
das schmale Regal im Vorzimmer. Das große Regal vom Vorzimmer wollte ich nicht
abbauen, daran hängt einfach zuviel von mir. Auch das schwarze Regal, welches
ja erst vor kurzem an einen anderen Platz gekommen ist, soll weg kommen.
Nun
war einmal die „Planungsphase“ abgeschlossen, das war so Mitte bis Ende
November 2005 und schon dabei fühlte ich spürbar Erleichterung. Es war
abzusehen, wann die Belastung nachlassen würde und das tat mir unheimlich gut.
Jetzt ging ich daran, die Becken anzupreisen und zu inserieren. Ein befreundetes
Pärchen aus der Killiszene freute sich über den Zuchtschrank, das kleine Regal
vom Kinderzimmer ging über eine Auktion weg, das größere fuhr nach Simmering
zu ganz lieben Forumsfreunden und das kleine Regal vom Vorzimmer ging zu einer
IRG-Kollegin nach Graz. Nur mit dem schwarzen Regal hatte ich Probleme, es
komplett abzugeben, lediglich für 4 Sondermaßbecken aus diesem hatte ich eine
Abnehmerin.
So
hab ich die restlichen 10er Becken aus diesem einfach ausgeräumt, leer waren
sie ja schon. Das 60er von ganz oben kam auf eine Kommode im Vorzimmer und das
Regal selbst wollte ich erst entsorgen, hab mich aber dann doch entschieden, es
zu behalten und auf eine Kommode beim Essplatz umzubauen. Das war eine gute
Entscheidung, wie ich jetzt sagen kann.
Umgebaut
ist es noch nicht ganz, doch ich weiß schon, wie es werden wird.... und vor
allem, was darauf zu stehen kommen wird!
Ich
war im Jänner bei einem Vortrag über Tilapien und ich hab ja seit einiger Zeit
ein Faible für Westafrika. Deshalb wird es ein weiteres Becken mit dem Thema
Westafrika werden. Welcher Besatz kommen wird, weiß ich noch nicht genau, ich
habe mehrere Vorstellungen. Wichtiger ist ja einmal, dass der Unterschrank
fertig ist, das Becken kommt – es soll die Maße 170 x 50 x 60 cm haben –
und dann erst werde ich entscheiden, welche Fische genau darin schwimmen werden.
Insgesamt
wird dann die Anzahl meiner Aquarien – inkl. dem noch in Planung befindlichen
– bei 18 sein. So wird es auch bleiben. Denn eines weiß ich jetzt sehr genau,
frau kanns auch übertreiben, was ich in jedem Fall gemacht habe und ich habe
noch nie einen Fehler 2x in meinem Leben gemacht.
Helga Fichtner