Xiphophorus helleri (Schwertträger)

 

gezüchtet von: Günther EIGNER ("rote", "grüne", "weiße"), Helga FICHTNER, Engelbert FISCHER ("Roter Simpson"), Erich HOLUB, Manfred NOWAK, Willi SCHWARZ, Fam SPITZER, Rudolf THURNER, Wolfgang VOLLNHOFER

 

 

Zuchtbericht von: Günther EIGNER

So wie alle anderen Lebendgebährenden Zahnkarpfen halte ich verschiedene Xiphophorus helleri - Arten (rot, grün und weiß) in verschieden großen Aquarien (50 - 120 Liter). In den Becken befinden sich jeweils Panzerwelse (hauptsächlich Corydoras aenus) und Welse (Ancistrus dolichopterus). Ein trächtiges Weibchen läßt sich sehr leicht anhand eines dunklen Fleckes im Bereich der Afterflosse und natürlich anhand eines fülligen Bauches erkennen. Ein solches Weibchen gesichtet, wird es herausgefangen und in ein 10-Liter-Becken mit Javamoos umgesetzt. Dort lasse ich es Werfen und setze es anschließend wieder zurück in das ursprüngliche Aquarium. Die Jungtiere werden zunächst mit Mikromin und Essigählchen, später mit Mikrowürmer, Wasserflöhen, weißen Asseln und gefrorenen Mückenlarven ernährt. Das Lebendfutter wirkt sich beim Wachstum und Gesundheitszustand der Jungtiere (und auch bei den Alttieren) sehr positiv aus.

Die Wasserwerte: ph ~ 7, dGH 16°, Temperatur: 22 - 24 °

Ein kleines Problem stellen meine Innenfilter dar, da sie die Jungtiere "einsaugen". Deshalb wird ein abgeschnittener Damenstrumpf über den Filter gezogen. Da dieser Strumpf relativ schnell verlegt ist, wird öfter gereinigt.

Seit Mitte 2000 verwende ich zur Zucht sogenannte "Guppytanks" in entsprechender Größe. Das System ist prinzipiell gleich mit dem oben beschriebenen, nur das der Behälter im gleichen Becken schwimmt. Dies hat den Vorteil der Platzersparnis und außerdem können die Jungen nicht in den Innenfilter gezogen werden.

 

 

Zuchtbericht von: Helga FICHTNER

Xiphophorus helleri "grün" - grüner Schwertträger

Vor einiger Zeit bekam ich von Herrn Eigner fünf grüne Schwertträger geschenkt, hab mich darüber riesig gefreut. Von den fünf leben heute noch vier und zwar aus dem Grund: Es sollten ein Männchen und vier Weibchen sein, von den vier Weibchen entpuppte sich aber eines als Spätmännchen und der hat das ursprüngliche Männchen zu Tode gemartert. Mit den vieren klappt aber die Zucht ganz hervorragend. Ein Weibchen ist dabei eine ganz brave Mutter, sie ist fast nicht kannibalistisch veranlagt und bekommt immer eine Menge Babies (im Herbst 2001 waren es einmal 33 und jetzt am 02.01.2002 hat sie 42 bekommen). Da ich Urlaub hatte, konnte ich sie während der Zeit des Gebärens beobachten. Das war einfach toll.

Diese brave Mama setzte ich am 31.12.2001 in den Laichkasten, denn ihr Bauch drohte schon zu platzen, dachte vielleicht, daß wir Neujahrsbabies bekommen, doch sie hat sich dann doch bis zum Vormittag des 02.01.2002 Zeit gelassen. Bei ihr hatte ich nicht daran gedacht die Mitteltrennwand des Laichkastens reinzugeben, doch ich hatte Glück, sie hat nur ein Baby gefressen und 42 lebende und noch dazu voll entwickelte schwammen dann im Laichkasten. Diese Menge an Babies hab ich dann schon am zweiten Tag ihres Lebens in ein 48 l Becken in meiner Zuchtanlage gesetzt. Die hatten ja keinen Platz, mittlerweile schwimmen sie putzmunter umher und suchen immer nach Freßbarem. Erstlingsfutter war wie immer entkapselte Artemia und nach einigen Tagen schon feinstes Flockenfutter und feinstes Granulat.

 

 

Zuchtbericht von: Fam SPITZER

 

Xiphophorus helleri, der grüne Schwertträger, wird bei uns in einem bepflanztem 240-Liter Gesellschaftsbecken gehalten. Die Wasserwerte:

ph - 6,5

gH - 6

kH - 7

Temeratur: 23°

Zunächst waren unsere Zuchterfolge eher gering, da wir auch mit der Abfischmethode (siehe Xiphophorus maculatus) sehr wenig Jungtiere fanden. Doch gerade zur Fütterungszeit kann ich sehr viele halbwüchsige Tiere sehen. Durch ihre unscheinbare Farbe ist es diesen Fischen gelungen, sich in der dichten Bepflanzung vor ihren räuberischen Mitbewohnern zu verbergen.