Tanichthys albonubes (Kardinalfisch)

 

gezüchtet von: Andreas FIEDLER, Engelbert FISCHER, Wolfgang VOLLNHOFER

 

 

Zuchtbericht von: Wolfgang VOLLNHOFER

Tanichthys albonubes, der Kardinalfisch oder "Arbeiterneon" kommt aus Südchina. Er ist ein friedlicher, sehr lebhafter Schwarmfisch. Da er nur ca 4 cm groß wird, ist dieser Fisch auch schon für kleinere Aquarien von nur 40 - 50 cm Länge geeignet. Die Ideale Hälterungstemperatur ist 18 - 22 ° C, aber bei mir erreichen die Temperaturen in den Sommermonaten gelegentlich 30 ° C, da wird selbst der als robuster Anfängerfisch bekannte Kardinal ein bisschen Schlapp. Trotzdem hatte ich noch nie Ausfälle wegen "Überhitzung".

Ich besitze meist die "Schleierform" des Kardinals, da die Flossen nur unerheblich länger als bei der Normalform sind, aber der Gesamteindruck ist doch um einiges schöner, besonders wenn die Männchen um die Gunst der Weibchen balzen.

Geschlechtlich sind sie leicht zu unterscheiden, da das Weibchen, besonders wenn sie Laich angesetzt hat, immer Fülliger ist.

Zur Zucht setze ich je nach Bedarf ein oder zwei Paare in ein Becken ohne Bodengrund mit den Massen 40 x 20 x 25 cm. Als Einrichtung kommt ein Laichrost hinein, da die meisten Barben bekanntlich Laichräuber sind. Als Laichsubstrat verwende ich Javamoos, dass unbedingt bis zur Oberfläche reichen muss, da die Kardinalfische die oberen und mittleren Beckenregionen bewohnen und auch mit Vorliebe in diesen laichen.

Die Wasserhärte ist sekundär, meine Fische laichen auch bei 17 ° dgH.

Wichtiger ist die Temperatur, sie sollte nicht zu warm sein, eventuell bis max 24 ° C, da die Männchen sonst zu Träge werden. Ich züchte sie vorwiegend im Frühjahr bei Raumtemperatur. Am Abend werden sie eingesetzt und innerhalb von zwei Tgen laichen sie willig ab, wenn die Weibchen laichbereit sind und alls Voraussetzungen stimmen.

Nach ca 48 Stunden schlüpfen die Jungen, deren Anzahl oft Hunderte betragen kann.

Als Startfutter verwende ich Micromin, nach einigen Tagen mische ich Essigählchen dazu. Als nächstes bekommen sie dann ARtemia und Microwürmer, das ich mit Trockenfutter abwechselnd füttere. In dieser Wachstumsphase haben sie auch den schönen Neonstreifen, der ihnen den Namen "Arbeiterneon" eingebracht hat, der aber später leider wieder verblasst.

Da die jungen Kardinalfische alles gierig hineinstopfen ist bei grösseren Lebendfutter vorsicht geboten, so gibt es immer wieder Ausfälle bei mir, wenn ich mit Grindalwürmern füttere.

Insgesamt macht die Aufzucht keinerlei Schwierigkeiten, wenn man regelmäßig Wasserwechsel betreibt und den Jungfischen immer genug Schwimmraum gibt.

Tanichthys albonubes - der Kardinal unter den Fischen.