gezüchtet von: Günther und Christina EIGNER, Fam SPITZER
Zuchtbericht von: Günther EIGNER
Von einem Tauschtag des Triestingtaler Aquarien- und Terrarienvereines in Leobersdorf erwarben wir zwei Stück ausgewachsene Stabheuschrecken mit einer Körperlänge von ca 10 cm. Diese verblieben zunächst im Transportbehälter, einer kleinen Geo-Box mit Lüftungsschlitzen an der Oberseite.
Wie uns angeraten wurde, fütterten wir die Tiere zweimal wöchentlich mit Blättern eines Himbeer-, Stachelbeer- oder Ribiselstrauches. Die Blätter wurden vor der Fütterung abgewaschen, sodaß noch einige Tropfen Wasser hängenblieben und die Tiere auch Flüssigkeit zu sich nehmen konnten. Sonst wußten wir allerdings nichts über die Tiere, außer, daß wir den Boden nicht von allfälligen Kot und Futterresten säubern sollten, da auch grünliche Eier dabei sein könnten.
Da wir keine Geschlechtsunterschiede erkannten und darüber auch nichts brauchbares an Literatur oder Berichten im Internet finden konnten, beließen wir die Tier für ca 1 Monat in der Geo-Box. Der Grund hiefür war ein Bericht im Netz, aus dem hervorging, daß die Tiere keine großen Bewegungsdrang haben. Dann schließlich verstarb eine der Beiden Stabheuschrecken. Wir führten den Tod des Tieres auf den zu kleinen Platz oder vielleicht auf "Altersschwäche" zurück, da wir ja auch nicht wußten, wie alt die Tiere beim Kauf waren und wie alt sie überhaupt werden können.
Einige Tage später konnten wir zwei Jungtiere im Behälter finden. Die beiden Jungen hatten eine Größe von ca 1 cm. Wir bemerkten auch sehr rasch, daß die Lüftungsschlitze an der Oberseite des Behälters zu groß waren und die Jungtiere auf die Wanderung gingen. Doch noch bevor ein größerer Behälter gebastelt war, verstarb auch die zweite "alte" Stabheuschrecke. Auch diesesmal waren einige Tage später Jungtiere zu sehen - diesmal allerdings schon 14 Jungtiere.
Nun wurde aber mit Eifer ein neuer Behälter gebaut. Aus Fichtenbretter wurde ein Behälter gefertigt. Die Wände wurden aus Plexi-Glas gebaut. Die Größe des Behälters betrug 75 cm x 35 cm x 71,5 cm (B x T x H). In der Mitte wurde noch eine Trennwand eingeschoben, da wir im zweiten Teil des Behälters Gespensterheuschrecken halten wollen. Die getrennt zu öffnenden Deckel wurden mit Fliegengitter versehen. Als Bodengrund wurde Bausand verwendet und in jeden Teil kam noch ein Blumentopf mit einer Himbeerstaude.
In diesem Behälter dürften sich die insgesamt 22 Jungtiere sehr wohl fühlen. Der Arbeitsaufwand hält sich auch in Grenzen, da das Futter mit der Himbeerstaude vorhanden ist. 2 mal wöchentlich wird die Staude mit Wasser besprüht.