Poecilia reticulata (Guppy)

 

gezüchtet von: Günther EIGNER ("Fächerschwanz"), Helga FICHTNER ("spec Eauador"), Andreas FIEDLER, Engelbert FISCHER, Ernst FLOR ("Rundschwanz"), Karl GLOTZMANN, Johann KRIZ ("Rundschwanz"), Manfred NOWAK, Maria PETUTSCHNIG, Johann RABEDER, Willi SCHWARZ, Josef SLEZAK ("spec Equador"), Wolfgang SLONIMSKY, Fam SPITZER, Franz und Eleonora STIDL, Rudolf THURNER, Wolfgang VOLLNHOFER, Lothar WAGNER, Robert WIESELTHALER ("Neon blue", "Triangel"), Günther ZITZMANN

 

Zuchtbericht von: Günther EIGNER

Ich halte und züchte Poecilia reticulata, und zwar die Form Fächerschwanz, in einem 60-Liter Becken. Im Aquarium werden noch Ancistrus cf dolichopterus und Corydoras aenus gepflegt. Die Guppy´s sind sehr anpassungsfähig, bevorzugen jedoch eine Wassertemperatur von 18 - 28 °. Sie werden bis etwa 6 cm lang. Es gibt verschiedene Arten (Fächerschwanz-, Rundschwanz-, Nadelschwanz-, Unterschwert-, Wiener Fächerschwanz-, Sptzschwanz-, Obenschwert-, Doppelschwert-, Spatenschwanzguppy, etc). Eine Vergesellschaftung mit dem Siamesischen Kampffisch, Sumatrabarben oder anderen "Flossenzupfern" ist nicht ratsam, da die Flossen des Guppymännchens angefressen werden.

Wahrscheinlich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit gilt der Guppy als Anfängerfisch. Dies mag zwar stimmen, doch sollte man, so wie bei allen anderen Fischen auch, auf seine Bedürfnisse bedachtnehmen.

Die Vermehrung erfolgt eigentlich ganz von alleine. Obwohl ich zunächst nur 1 Männchen und 2 Weibchen einsetzte, sind immer Jungtiere zu sehen. Aufgrund der Beckengröße möchte ich aber nicht zu viele Fische halten, weshalb von Zeit zu Zeit die "überschüssigen" Tiere abgefischt werden.

Weiters werden schwangere Weibchen, die sehr leicht am fülligen Bauch zu erkennen sind, in einen Guppytank gegeben und die Jungtiere in einem anderen Becken aufgezogen.

 

 

Zuchtbericht von: Helga FICHTNER

Zuchtbericht - Zuchtform:

Seit einiger Zeit halte und vermehre ich erfolgreich Guppys. Sobald ich ein Weibchen entdecke, dessen Bauch schon fast am Platzen ist, setze ich es in einen Laichkasten im Haltungsbecken. Da die Mütter aber recht gefräßig sind, sprich kannibalisch veranlagt, gebe ich in den Laichkasten auch die Mitteltrennwand rein. Die kleinen müssen ja mal an die Oberfläche um ihre Schwimmblase zu füllen.

Wenn das Weibchen alle Babies geboren hat, dann setze ich sie wieder zurück, den Laichrost und die Trennwand entferne ich und füttere die Kleinen mit entkapselten Artemia. Die Kleinen bleiben noch einige Tage im Laichkasten und werden dann in ein 48 l - Becken übersiedelt. Ab dann füttere ich feinstes Granulat bzw feines Flockenfutter. Sobald sie eine entsprechende Größe haben, gibt´s auch gefrorene rote Mückenlarven.

 

Zuchtbericht - Wildform aus Venezuela (Mitbringsel von Rudi Thurner):

Die Wildform läßt sich nicht ganz so einfach nachzüchten, hatte aber schon Erfolg dabei. Der nächste Versuch wird demnächst starten und zwar lasse ich das Becken, in dem die Wildguppies schwimmen ziemlich mit dem darin befindlichen Hornkraut zuwachsen. Das hat den Grund, daß die Mütter der Wildform sich in einem Laichkasten überhaupt nicht wohlfühlen und meist nur Totgeburten hervorbringen.

Das ist meines Erachtens nicht Sinn der Sache und deshalb wird das in Hinkunft umgestellt. Ich werde darüber berichten, wie der nächste Versuch gelungen ist.

 

 

Zuchtbericht von: Andreas FIEDLER

Poecilia reticulata WILDFORM

Der Guppy (Poecilia reticulata) ist meiner Meinung nach relativ leicht zu züchten. Diese Fische züchte ich in einem voll eingerichteten 60-Literbecken, auf dessen Wasseroberfläche viele Schwimmpflanzen, darunter auch Riccia, wachsen. Ich halte die Fische in einem Schwarm von 10 - 15 Tieren, so können sich die Paare ungezwungen finden.

Nach der Paarung bleiben die Weibchen im Schwarm und gebären dort auch ihre Jungen, die in der Schwimmpflanzendecke viele Versteckmöglichkeiten finden und ich sie schließlich mit einem Teesieb in ein eigenes Becken setzen kann.

Ich füttere diese Fische mit Trockenfutter und gefrorenen Mückenlarven. Als Aufzuchtfutter verwende ich zerriebenes Trockenfutter.