Neolamprologus buescheri (Spindelbuntbarsch)

 

gezüchtet von: Rudolf THURNER

Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Der schweizer Aquarianer „Heinz Büscher, entdeckte diese Tiere 1982 in Sambia am Cap Kachese in 20m Tiefe beim Tauchen im Tanganjikasee. Die Erstbeschreibung erfolgte anschließend von W.Staeck im selben Jahr.

Von dieser Art gibt es in der Zwischenzeit einige Standortvarianten, die sich durch ihr Färbungs- und Zeichnungsmuster von einander unterscheiden lassen. Meine besonders schöne Farbform von Neolamp. Buescheri ist im Gebiet von Kamakonde anzutreffen. Die Männchen werden ca.10cm groß die Weibchen bleiben um ein bis zwei Zentimeter kleiner. Die Hälterung in einem 100-150l Becken sollte sich nicht als all zu schwierig gestalten.

Man sollte allerdings einige Grundbedürfnisse für sämtliche Lamprologus-Arten beachten. Die Wasserwerte sollten auf jeden Fall im alkalischem Bereich liegen, meine Leitungswasserwerte sind  8,5 ph und  Gesamthärte 18°. Ein regelmäßiger Wasserwechsel  sollte selbstverständlich sein. Die Wassertemperatur zur Haltung und Zucht würde ich zwischen 23-25°C einstellen. Für das Wohlbefinden und die Zucht dieser in Höhlen brütenden Fische sind verschiedene Steinaufbauten und Versteckmöglichkeiten unbedingt erforderlich. Der Bodengrund sollte aus feinem hellen Kies oder aus rein ausgewaschenem Estrichsand bestehen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Fischen, größenmäßig angepasst ist durchaus möglich.

Bei mir zum Beispiel sind es nicht artgerechte Regenbogenfische und es gibt keine Schwierigkeiten. Obwohl im Tanganjikasee fast keine Pflanzen vorkommen, bepflanze ich das Becken und konnte keine Beschädigung dieser durch die Fische feststellen.

Das Haupthindernis für eine erfolgreiche Zucht und Vermehrung ist oftmals das Finden eines harmonisierenden Paares. Am erfolgreichsten ist es, einige Tiere zu erwerben und das Zuchtpaar sich selbst finden zu lassen. Meistens wird dann in den Steinaufbauten oder in einer Höhle abgelaicht. Nach dem schlüpfen der Jungfische halten sich diese im Elterlichen-Revier auf. Ähnlich wie bei“ Neolamprologus brichardi „ beteiligen sich ältere Jungtiere an der Pflege und beschützen ihre jüngeren Geschwister (Etagenzucht). Die Aufzucht der Jungfische ist nicht schwierig, da sie nach dem Freischwimmen sofort frisch geschlüpfte Artemia und sogar fein zerriebenes Trockenfutter fressen. Ich hoffe sie werden genau so viel Freude an Ihren “Neolamprologus buescheri„ haben wie ich und wünsche gutes Gelingen und eine schöne Nachzucht.