gezüchtet von: Josef BLAICH, Günther EIGNER, Kurt MAYER, Karl RABEDER, Franz und Eleonora STIDL, Rudolf THURNER, Christian TREMMEL
Zuchtbericht von: Günther EIGNER

Neolamprologus
brichardi, der Gabelschwanzbuntbarsch oder Feenbarsch, wird auch liebevoll
Prinzessin von Burundi genannt. Diese Bezeichnung verwundert beim Anblick dieser
schönen Fische nicht.
In
der Natur kommt Neolamprologus brichardi in Afrika, in den felsigen Uferzonen
des Tanganjikasees, vor, wo er endemisch lebt. Die Geschlechter dieser ca 10 cm
groß werdenden Tiere lassen sich nur sehr schwer unterscheiden. Beim Männchen
sind die Spitzen der Rücken- und Schwanzflosse stärker ausgezogen, beim
Weibchen dagegen stumpfer.
Zur
Haltung von Neolamprologus brichardi empfiehlt sich ein Aquarium mit einem
Inhalt von etwa 100 Liter. Das Wasser sollte mittelhart bis hart, also etwa 10
bis 20 Grad deutsche Härte, und mäßig alkalisch, also pH 7,5 bis 8,5, sein
und eine Temperatur von etwa 22 – 25 Grad aufweisen. Die in der Literatur
vielfach zu findende Meinung, dass die Temperatur zur Zucht auf 25 – 30 Grad
erhöht werden sollte, kann ich nicht bestätigen, zumal sich bei meinen Tieren
auch bei niedrigeren Temperaturen Nachwuchs einstellte.
Innerartlich
sind diese Tiere sehr verträglich, jedoch werden sie gegenüber Fremdfischen
meist sehr aggressiv. So habe ich schon mehrmals versucht, andere Buntbarsche
oder Salmler beizusetzen. Diese Tiere wurden aber stets attackiert, sodaß ich
sie wieder entfernen musste. Einzig die hartnäckigen Welse Ancistrus cf
dolichopterus kamen bislang als Beifische in Frage.

Beschreibung:
Der Feenbuntbarsch oder auch Gabelschwanzbuntbarsch genannt, kommt ausschließlich nur im Tanganjika - See, oder auch in Aquarien vor. Ein traumhaft schöner Fisch nicht durch seine bunten Farben. Nein, sondern durch sein zierliches, graziöses Verhalten.
Zucht:
Diese Fische sind Höhlenbrüter, laichen in mittelharten Wasser. Bei mir bei 18 ° dGH. Laichen überall, wenn das Wasser nicht zu weich ist. Sie haben ein so gutes Sozialverhalten untereinander, dadurch gibt es fast keine Ausfälle bei den Jungfischen. Die verschiedensten Altersgenerationen helfen bei der Betreuung und Bewachung der am Letzten geborenen mit. Dadurch können sie auch zur Plage in einem Aquarium werden, denn bei guten Bedingungen vermehren sie sich so stark, daß alle anderen Fische ins letzte Drittel des Beckens zusammen gedrückt werden. Noch dazu ist dieser Fisch so schlau, daß er fast nicht aus einem eingerichteten Becken zu fangen ist !
Ein sehr leicht zu züchtender Fisch, wenn man das richtige Paar gefunden hat (Elternfamilie).