gezüchtet von: Rudolf THURNER
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Synonym: Nematocentrus sexlineatus
Die Erstbeschreibung erfolgte 1964 durch den australischen Ichthyologen Ian Munro. Dieser fisch kommt aus Papua Neu Guinea, aus dem Fly River in der Nähe der Stadt Kiunga. Er hatnatürlich nichts mit Sex zu tun, sondern sein Name wird auf seine Streifen zurückgeführt. Daher Sechslinien-Regenbogenfisch. Auf seinem goldgelb gefärbten Schuppenkleid heben sich diese sechs dunklen Streifen besonders schön ab. Das Maul der Männchen welches wie mit Lippenstift rot gezeichnet ist, macht diesen Regenbogenfisch besonders attraktiv und liebenswert. Ein ca 7 cm groß werdendes Fischlein, das auch für kleine Becken geeignet ist. Aber er ist auch ein anspruchsloser, friedlicher Schwarmfisch, der in jedem Gesellschaftsbecken bei kleinen Fischen seinen Platz finden würde.
Obwohl er, laut Literatur, aus leicht saurem bis neutralem Gewässern kommt (pH 6,5 - 7,4) läßt er sich bei mir hervorragend auch in alkalischem Wasser züchten. Meine Fische laichen täglich in Javamoos ab, auch auf Acrylgarn wird es genau so funktioniern. Trotz relativ hohen pH-Wert von 8,5 und einer Härte von 18 ° dGH habe ich eine tadellose Schlußfrate. Die Entwicklungsdauer der Eier beträgt je nach Temperatur 7 - 10 Tage. Dieser Fisch hat sehr kleine Larven, daher ist es ratsam, anfänglich mit Infusorien, später mit Essigählchen und Artemia-Nauplien zu füttern. Aber im Notfall wird man auch mit Eipulver-Verfütterung einen gewissen Erfolg haben. Das Wachstum der Fische geht allerdings bei guter Fütterung rasch voran und man kann diese Fische schon nach sechs Monaten auf eine Größe von 2 - 3 cm heranziehen. Meine Tiere halte ich bei einer konstanten Temperatur von 24 - 26 ° C.
Ein wichtiger Punkt ist der wöchentliche, aber zumindest vierzehn-tägige Wasserwechsel. Regenbogenfische lieben Frischwasser und werden uns immer wieder dies mit einem herrlichen Balzkleid danken. Die Zucht würde ich als leicht und unproblematisch einstufen. Leider erzielen die Nachzuchten nicht immer die erwünschte Qualität. Eine strenge Auslese ist wie bei vielen Regenbogenfischen notwendig, um in Zukunft auch weiterhin wunderschöne Melanotaenia sexlineata in unseren Aquarien schwimmen zu haben.