gezüchtet von: Rudolf THURNER
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Der Waigeo-Regenbogenfisch kommt, wie es auch der Name schon sagt, von der Insel Waigeo. Die Tiere dieser Art leben hier in unterschiedlichen Wärmezonen der Gewässer von 19 bis 26° C. Die Fische werden bis 12 cm groß und sind relativ anspruchslos.
Ich finde ihr Schuppenkleid besonders schön. Ein blau bis smaragdgrüner Streifen zieht sich längst ihres Körpers vom Kopf bis in die Schwanzwurzel. Ich züchte diese Fische so wie alle meine Regenbogenfische folgendermaßen:
Ein gereinigtes Becken zwischen 50 und 120 l wird mit Leitungswasser (16° dH, 8,0 Ph) befüllt und auf 25° C erhitzt. Mittels zweier Sauger bringe ich ein Javamoosbüschel dicht unter der Oberfläche und eines im mittleren Bereich des Beckens an. Nach einem Tag Standzeit, wobei das Becken gut belüftet wird, setzte ich ein Männchen und zwei Weibchen zur Laichabgabe an. Dies geschieht meistens in den Morgenstunden oder am Abend des nächsten Tages. Aber Regenbogenfische sind Dauerlaicher und man sollte sie auf alle Fälle fünf bis sechs Tage im Becken belassen. Dann allerdings nehme ich sie heraus, denn sie sind auch Laichräuber und ab dem siebten Tag der Laichabgabe werden die ersten Jungtiere bereits schlüpfen.
Man könnte aber auch den umgekehrten Weg gehen, indem man einen sogenannten Wollmobs oder eben Javamoos ins Aquarium hängt und dieses Laichsubstrat nach der Eiabgabe in ein anderes Becken überführt.
Die dritte Möglichkeit wäre folgende: Die Eier täglich absammeln und sie in Methylenblau geben, damit nicht befruchtete Eier nicht verpilzen. Beim Absammeln braucht man keine Sorgen haben, die Eier zu beschädigen, da befruchtete Eier ziemlich hart und außergewöhnlich widerstandsfähig sind.
Die frisch geschlüpften Jungfische sind sehr klein und sollten erste 24 h nach dem Freischwimmen gefüttert werden (nach dem Verzehr ihres Dottersackes). Als Erstfutter verwende ich Trockeneipulver oder mit einer alten Kaffeemühle feinst zerriebenes Trockenfutter. Nach einigen Tagen kann man ohne weiteres Artemianauplien verfüttern. Im ausgewachsenem Stadium sind Melanotaenia-Arten Allesfresser und stellen keine großen Ansprüche an die Ernährung. Allerdings sollte man nicht vergessen, ihnen hin und wieder pflanzliche Kost zu verabreichen.