gezüchtet von: Rudolf THURNER
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Der Trauermantelsalmler stammt aus Südamerika (Bolivien, Rio Paraguay). Er ist ein friedlicher Schwarmfisch, der sich für jedes Gesellschaftsbecken eignet. Er ist nicht sehr anspruchsvoll beim Futter, wenn man ihm aber zur Zucht ansetzen möchte, sollte man doch ein bis zwei Wochen vorher mit Frost- oder Lebendfutter (Wasserflöhe, Mückenlarven, usw) füttern. Ein nicht zu helles Becken mit dunklem Bodengrund und guter Randbepflanzung ist für diese Fische bestens geeignet. Bei der Haltung muß man keine besonderen Wasserwerte beachten. Auch die Temperatur kann zwischen 20 und 27° C schwanken.
Zur Zucht verwende ich ein 20-l-Becken mit Laichrost. In der Mitte des Beckens wird eine kleine Pflanze mittels Glasblättchen befestigt und als Laichsubstrat verwendet. Das Zuchtwaser hat folgende Werte: pH 6 - 7, dGH 5 - 7°, womöglich wenig bis keine KbH.
Die Temperatur bei der Zucht halte ich doch ein wenig höher - 26 - 28° C. Natürlich sollte man ein Pärchen gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnern bevorzugen. Man kennt sie relativ leicht auseinander, wenn sie die Laichreife nach einem Jahr erreicht haben. Das Weibchen ist wesentlich größer und dicker als das Männchen.
Haben wir das richtige Pärchen ausgewählt und in unser Zuchtbecken überführt, sollte das Becken abgedunkelt werden. Auf besondere Sauberkeit muß immer geachtet werden, dnn der ärgste Feind der abgelaichten Eier sind Infusorien, welche sich sehr rasch durch Schmutz bilden ! Es ist mit großer Eiablage zu rechnen und es werden auch viele davon verpilzen. Es kommen noch immer genug Jungfische durch und Aufzuchten von 200 - 300 Stück sind keine Seltenheit. Die Jungtiere schlüpfen bereits nach einem Tag und sind nach weiteren 5 Tagen (frei schwimmen) mit Pantoffeltierchen oder Microwürmchen zu füttern. Nach 8 - 10 Tagen werden sie ohne weiteres Artemia-Nauplien annehmen.