Girardinus metallicus (Metallkärpfling)

 

gezüchtet von: Günther EIGNER, Helga FICHTNER, Engelbert FISCHER, Rudolf THURNER

 

Zuchtbericht von: Günther EIGNER

Ich halte Girardinus metallicus, den Metallkärpfling, in einem 60-Liter-Becken, zusammen mit Ancistrus dolichopterus (Blauer Antennenwels) und Corydoras aenus (Metallpanzerwels). Die Temperatur beträgt 24 - 26°, pH ~ 7 und 16° dGH.

Die Männchen dieser Fischart sind sehr leicht an der schwarzen Färbung im Bereich des Maules bis zum Gonopodium zu erkennen. Außerdem sind sie viel kleiner und nicht so "bauchig".

Da es sich um eine Lebendgebärende Art handelt, warte ich, bis ich ein Schwangeres Weibchen sehe. Dieses gebe ich in einen Ablaichkasten, welcher in das Becken eingehängt wird. Die Jungtiere fallen durch den Rost des Ablaichkastens in den unteren Teil. Anschließend fange ich das Muttertier wieder heraus und überführe die Jungen in ein seperates Aufzuchtbecken.

Zunächst wird mit Trockenfutter, Artemien und Mikrowürmern gefüttert. Je nach Körpergröße wird das Futter in seiner Größe gesteigert bis sie schließlich "normales" Trockenfutter und gefrorene Mückenlarven fressen.

 

Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Beschreibung:

Ein kleiner Lebendgebärender Fisch, der sehr lebhaft und friedlich ist. Bestens geeignet für kleine Gesellschaftsbecken.

Das Vorkommensgebiet des Metallkärpflings, wie er auch genannt wird, ist Kuba und Costa Rica, also Mittelamerika.

Ersteinfuhr: 1906 durch W. Schroot aus Hamburg. Schon ein langjähriger Fisch auf der aquaristischen Bühne. Doch man hatte ihn leider schon vergessen, wie so viele andere Fische (es muß nicht immer Malawie sein). Die metallisch glänzenden Querbinden sind beim Männchen wesentlich intensiver gefärbt, als beim Weibchen. Das Gonopodium ist das Besondere an diesem Fischlein.

Zucht:

Zur Zucht muß man nicht all zuviel beitragen, außer ein stark bepflanztes Becken. Da die größeren Weibchen doch zum Teil ihren Jungen nachstellen, sind sie genauso zu züchten wie Guppy (Ablaichkasten, usw). Diese Fische eignen sich sehr gut für mittel- oder hartes Wasser. Die Temperatur sollte zwischen 24 - 26 ° gehalten werden. Dann wird es sicher alle 28 - 30 Tage Jungfische geben. An das Futter stellen sie keine Ansprüche, es sollte aber doch ihrer Körpergröße angepaßt sein.

PS:

Einen Zuchtversuch für Liebhaber von lebend gebärenden Fischen sollten sie Wert sein.