gezüchtet von: Helga FICHTNER, Engelbert FISCHER, Rudolf THURNER, Willi SCHWARZ
Zuchtbericht von: Helga FICHTNER
Nach einigen erfolglosen Zuchtversuchen bei den Pandas (geschlüpft sind immer viele, doch es haben immer nur sehr wenige überlebt), habe ich es wieder einmal versucht. Die Methode war aber diesmal anders:
Ich pflege meine Pandas im Schwarm von 15 Tieren in einem 54 - Liter - Becken. Die Temperatur ist bei 24 °. Die Wasserwerte habe ich ehrlich gesagt nicht gemessen. So um die Weihnachtszeit begann ich die Zuchttiere mit gefrosteten roten Mückenlarven (aufgetaut und mit Vitaminen angereichert) zu füttern. Mit Wasserwechsel wurde gespart.
Nach ca drei Wochen gab es dann einmal einen größeren Wasserwechsel und dabei habe ich die Temperatur auf so 21 ° gesenkt. Das hat schon ausgereicht und sie begannen zu laichen. Als Laichsubstrat diente ein ordentlich großes Büschel Javamoos (festgebunden an einem Stein) in der Höhe der Ausströmeröffnung des Innenfilters. Darin haben sie fast alle Eier abgelegt, selten fand ich eines anderswo. Das Javamoos habe ich täglich abgesucht und die Eier in einen abgedunkelten (mit schwarzem Strumpf) Laichkasten im Zuchtbecken gegeben. Nach ca 5 - 6 Tagen sind dann die ersten geschlüpft, die habe ich dann in einem weiteren Laichkasten im Zuchtbecken gesetzt.
Die erste Fütterung erfolgte erst nach drei Tagen mit entkapselten Artemia. Dieses Futter kann ich jedem, der Jungfische aufzieht nur empfehlen. Am Tag des Schlupfes habe ich ein 12 - Liter - Becken eingerichtet. Mit Bodengrund (Kies mit Körnung von 1 - 2 mm), Schwammfilter, Heizstab und ganz wichtig Wasser aus dem Zuchtbecken. Das habe ich dann knapp zwei Wochen einfahren lassen. Die Babies blieben einstweilen im Laichkasten und wurden ordentlich gefüttert. Nach den fast zwei Wochen haben die Babies schon einiges an Größe zugelegt und dann kamen sie ins 12 - Liter - Becken und wurden dort ordentlich weiter gefüttert, natürlich mit den entkapselten Artemia.
Ich habe täglich einen kleinen Wasserwechsel von 1 - 1,5 Liter gemacht und jeden dritten Tag den Bodengrund gereinigt und zwar bin ich folgendermaßen vorgegangen: Ich habe mit einem Schlauch das Oberflächenwasser (so bis auf 5 cm Höhe) in einen Kübel abgesaugt. Dann habe ich die Babies rausgefangen (denen hat das zwar nicht wirklich gefallen), aber es mußte halt sein. Nachdem alle Kleinen raus waren, hab ich dann Frischwasser zugegeben und den Kies ordentlich aufgewirbelt. Das habe ich dann mind. 3x wiederholt. Das Wasser aus dem Kübel kam dann wieder ins Becken und dieses wurde dann mit Leitungswasser aufgefüllt. Der Filterschwamm wurde ausgewaschen, Schwammfilter und Heizstab wieder in Betrieb genommen und die Babies kamen wieder in ihr Zuhause. Insgesamt habe ich bei dieser Methode 68 Junge groß ziehen können. Das war für mich ein Erfolg.
Helga Fichtner
Zuchtbericht von: Engelbert FISCHER

Vorkommen: Südamerika - Peru - Ucayali-System
Der 4 - 5 cm große Panzerwels hat einen hellen Körper bis auf 3 schwarze Flecken, einen über dem Auge, einen in der Rückflosse und einen in der Schwanzwurzel. Den Namen hat er von den Pandabären.
Zur Zucht verwende ich ca 8 - 12 laichreife Tiere, wobei die Männchen, so man sie erkennt, in der Überzahl sein sollten, in einem Aquarium 30 - 50 Liter, feinem Sand ca 2 - 3 cm hoch und Javamoos oder Anubiaarten. Manchmal kleben sie die Eier auch auf die Scheibe. Ich klaube die Eier ab, gebe sie in eine Schale mit Wasser aus dem Zuchtbecken und belüfte sie.Nach 4 - 5 Tagen schlüpfen die Jungen, leben aber noch 1 - 2 Tage vom Dottersack. Zur Aufzucht nehme man Artemia oder Microwürmchen. Die Alttiere stellen selten dem Laich nach, man kann sie auch in einem größeren Aquarium im Daueransatz halten. Am liebsten nehmen sie Lebendfutter, Grindalwürmer. Wenn sie größer sind kann man auch Futtertabletten geben. Die Wasserwerte zur Zucht: 5 - 10° DH und pHWert von 6,5 - 7°. Alle Panzerwelse lieben reines Wasser, daher sollte der Wasserwechsel regelmäßig erfolgen.
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Beschreibung: Der Panda - Panzerwels (Panda - Bär) kommt in Peru im Rio - Ucayali - System vor. Schwarz bis gelb ist sein Schuppenpanzer. Kaum ein anderer Panzerwels hat soviel Liebhaber. Er ist mit seinen 5 cm Größe sicherlich kein Riese unter den Corydoraswelsen. Er ist jedoch aus der Aquaristik nicht mehr wegzudenken.
Zucht:
Der "Panda", wie er oft einfach genannt wird, laicht bei mir das ganze Jahr über willig ab. Sie sind als Bodenfische in meinen Regenbogenfischbecken von 150 Liter eingesetzt. Durch regelmässigen Wasserwechsel kommt es immer wieder zum Balzen und Ablaichen der Corydoraswelse. Die Weibchen verstecken gerne die Eier im Javamoos, oder unter anderen Pflanzen. So vermehren sich die "Pandas" bei mir ganz natürlich. Sie züchten im Himberger Leitungswasser bei 18 ° dGH, pH 8 - 8,5 und einer Temperatur von 26 °. Es ist ein leicht zu züchtender Corydoraswels für jeden Anfänger mit ein wenig Geduld sicherlich bestens geeignet. Aufzucht so wie bei Corydoras aenus beschrieben.