Corydoras paleatus (Marmorierter Panzerwels)

 

gezüchtet von: Helga FICHTNER, Rudolf THURNER

 

Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Geschichtliches: Corydoras paleatus kam durch den Kapitän Rousseau erstmalig im Jahr 1876 nach Europa, genauer gesagt nach Paris zu dem bekannten Züchter Peter Carbonnier. Diesem gelang dann 1878 erstmals die Zucht. Seitdem ist dieser Fisch nicht mehr aus der Aquaristik wegzudenken.

Vorkommen: Argentinien, Buenos Aires, Rio Parana bei St.Pedro

Größe: ca 6 - 7 cm

Corydoras paleatus ist neben Corydoras aenus wohl einer der bekanntesten Panzerwelse. C. paleatus ist aufgrund seiner Anspruchslosigkeit auch sehr gut für die Anfänger in der Panzerwelspflege und -zucht geeignet. Viele Zuchten gelingen sogar im Gesellschaftsbecken nach einem zu kühlen Wasserwechsel.

Ein kleiner Trick, der allerdings nicht auf alle Corydoras zutrifft, ist eben eine stärkere Abkühlung nach einem Wasserwechsel. Einen Männchenüberhang finde ich bei der Zucht von C. paleatus als Vorteil. Ich finde, dadurch ist die Befruchtung der Eier dieser sehr produktiven Art sicherer gewährleistet.

Die Geschlechter erkennt man bei C. paleatus leicht, da die ausgewachsenen weiblichen Tiere meist plumper und größer sind. Zuchttemperatur etwas kühler - ca 19 - 22° C. An die Wasserbeschaffenheit - sprich hart oder weich - dürfte C.paleatus wenig Ansprüche stellen. Er ist von mir sowohl als auch gezüchtet worden. Dieser Fisch kann nach meiner Erfahrung über das ganze Jahr gezüchtet werden, doch auch er läßt sich in der Regenzeit seiner Heimat, sprich über die Wintermonate, besser züchten. Die Eier werden meistens verstreut im ganzen Becken an die Scheiben geklebt. Ein gedämpftes Licht habe ich immer als vorteilhaft bei verschiedenen Züchtungen empfunden. Das Schlüpfen der Larven wird je nach Temperatur nach 3 - 5 Tagen einsetzen. Nach 2 - 3 Tagen ist der Dottersack aufgezehrt und es muß gefüttert werden. C.paleatus bewältigt sofort Artemia-Nauplien, so wie die meisten Corydoras-Arten. Natürlich kann man auch zusätzlich Mikro-Würmer geben, die man sich leicht selber züchten kann. Sind viele Tiere auf engsten Raum, sprich kleines Becken, so ist ein oftmaliger Wasserwechsel angeraten. Denn Infusorienbildung ist für ganze Bruten tödlich. Einige Posthornschnecken im Zuchtbecken nach dem Schlüpfen dazugesetzt, helfen doch ein wenig mit bei der Restfutterverwertung.

Ab der 5. - 7. Lebenswoche können die jungen Panzerwelse in größere Becken umgesetzt werden.

Viel Glück bei der ersten Zucht von C.paleatus wünscht Rudolf THURNER