Chromaphyosemion bivittatum (Gebänderter Prachtkärpfling)

 

gezüchtet von: Helga FICHTNER

 

Zuchtbericht von: Helga FICHTNER

 

Chromaphyosemion bivittatum gehören zu den Killifischen (Eierlegende Zahnkarpfen) und kommen auch aus Westafrika, genauer aus Südosten von Nigeria und dem Südwesten von Kamerun. Ich pflege die Variante aus dem Gebiet Funge, das in Kamerun liegt.  

Aquarianerfreund Hans Gruber bezeichnet die Chromaphyosemion-Arten als Schmetterlinge im Aquarium und das sind sie meines Erachtens auch, das ist eine sehr treffende Beschreibung dieser Fische. Die Tiere werden ca. 5cm groß, die Weibchen nur eine Spur kleiner. Unterscheiden kann man Männchen und Weibchen sehr gut, denn die Männchen sind viel farbenprächtiger und besonders die Rückenflosse ist viel länger ausgezogen.  

Zur Haltung und Zucht empfiehlt sich eine optimale Temperatur von 22 bis 24 Grad, das Wasser sollte sich im Neutralbereich befinden und nicht zu hart sein. Die Tiere kommen ja eher aus Weichwassergebieten. Ein geringer Zusatz von Torf und Erlenzäpfen empfiehlt sich hier. Besonders Erlenzäpfchen, denn diese färben das Wasser ja bräunlich und in diesem braunen Wasser kommen die Farben der Fische so richtig schön zur Geltung, welches aber auch das Wohlbefinden enorm steigert.  

Diese Art pflege ich immer noch, ist sozusagen meine „Stammart“ geworden. Die letzten Jungfische sind aber eher Zufallsprodukte gewesen. Ansonsten hab ich die Fische immer gezielt zur Zucht angesetzt. Dabei habe ich im Vorfeld die Fische gut gefüttert, damit die Weibchen einen Laichansatz bekommen.  

In der Zwischenzeit habe ich ein ca. 12 Liter fassendes Becken vorbereitet mit Wasser aus dem Haltungsbecken, mit ein wenig Frischwasser versetzt, Javamoos oder einen Laichmop reingegegeben und natürlich Erlenzäpfchen, damit die Fische sich darin auch wohlfühlen.  

Viele Züchter setzen die Fische in Becken ohne Bodengrund an, das hab ich auch gemacht, jedoch hab ich gemerkt, daß die Spiegelung des Glasbodens nicht förderlich für das Wohlbefinden der Tiere war. So hab ich zumindest eine dünne Schicht Bodengrund eingebracht.  

Nach einer Woche hab ich dann ein Trio – ein Männchen und zwei Weibchen in dieses Becken gesetzt und die Fische haben recht willig abgelaicht. Den Laich habe ich entweder entnommen und auf feuchten Torf gelegt oder die Fische nach einer Woche wieder ins Haltungsbecken zurückgesetzt. Zumeist aber eher nach der Trockenmethode, weil da die Jungfische meist zur gleichen Zeit schlüpften und die Aufzucht einfacher ist.  

Die Trockenmethode kann man bei Epiplatys dageti genauer und ausführlicher beschrieben. Die Aufzucht geht recht einfach mit Essigälchen oder Wimpertierchen in den ersten Tagen und ab einer Woche nehmen sie schon problemlos frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und wachsen dann zügig dahin.  

Diese Art pflege ich wie gesagt immer noch und demnächst sitzen sie wieder im Zuchtansatz, denn ich habe einige Anfragen nach den Fischen und einem ganz lieben Aquarianerfreund aus Deutschland habe ich ja welche versprochen.