gezüchtet von: Franz DWORAK, Günther EIGNER, Engelbert FISCHER, Maria PETUTSCHNIG, Willi SCHWARZ, Josef SLEZAK, Barbara SPITZER, Wolfgang VOLLNHOFER
Zuchtbericht von: Günther EIGNER

Zur Zucht des siamesischen Kampffisches Betta splendens wird ein Paar in ein 10-Liter Becken gesetzt. In diesem Becken befinden sich mehrere Versteckmöglichkeiten für das Weibchen, da das Männchen nach dem Ablaichen das Weibchen zu jagen beginnt. Vor dem Ablaichen wird das Weibchen ebenfalls gejagt, wenn es noch nicht laichbereit sein sollte. Doch die Fütterung mit schwarzen Mückenlarven regt die Laichbereitschaft des Weibchens an.
Das Männchen baut an der Wasseroberfläche ein Schaumnest. Das Weibchen nähert sich nun diesem Schaumnest und wird vom Männchen während der Paarung umschlungen. Die herabfallenden Eier werden vom Männchen aufgesammelt und in das Nest gespuckt. Ist dieser Paarungsvorgang abgeschlossen, sollte das Weibchen herausgefangen werden.
Das Männchen bewacht das Schaumnest und sammelt herausgefallene Eier wieder auf und spuckt sie zurück ins Nest. Nach einigen Tagen schlüpfen die Jungtiere und hängen wie kleine schwarze Beistriche im Schaumnest. Nach ein bis zwei Tagen hängen die Jungen an der Aquariumscheibe oder an Pflanzenblättern. Zu diesem Zeitpunkt wird das Männchen auch herausgefangen, da es sich wenig später an den Jungtieren "vergreift".
Das größte Problem stellt die Fütterung der Jungen dar. Da sie mit einer größe von 1 - 3 mm sehr klein sind, benötigen sie auch dementsprechend kleines Futter. Am besten eignen sich dazu Pantoffeltierchen. Jedoch ist dabei zu beachten, daß nicht zuviel in das Becken gegeben wird, da es sonst zu stark verschmutzt.
Das Futter wird später der Größe der jungen Kampffische angepaßt. Ich füttere Artemia Nauplien. Später erhalten die Jungen Essigählchen, Mikrowürmer und anderes Lebend- und auch Trockenfutter (MikroMin).
Bei der Haltung von Kampffischen ist zu beachten, daß sich die Männchen untereinander nicht vertragen. Man sollte nur ein Männchen in ein Becken geben und am besten zwei oder drei Weibchen dazu. Zwei Männchen jagen und bekämpfen sich gegenseitig solange, bis das schwächere Tier verendet.
Zuchtbericht von: Barbara SPITZER (10 Jahre)
Meine Fische
Bei einem Tauschtag in Leobersdorf durfte ich mir ein Pärchen rote Betta splendens kaufen und taufte sie Peter und Petra.
Zu Hause setzte ich sie in ein 30-Liter Zuchtbecken, mit Schwammerlfilter und Stabheizer bei einer Temperatur von ca 25 - 26°. Als Pflanzen wählte ich Javamoos und Riccia. Um das Becken gut sauber halten zu könne, ließ ich es ohne Bodengrund. Wöchentlich wechselte ich 1/3 des Wassers.
Ich fütterte abwechselnd mit Shrimp-Sticks, roten Mückenlarven, Artemia Shrimps, Wasserflöhen, Granulat- und Flockenfutter, sowie lebenden Gelsenlarven.
Als sie nach 6 - 7 Monaten nicht mehr taten als nur schwimmen und fressen, und meine Eltern das Becken selbst brauchten, übersiedelten sie ins große Gesellschaftsbecken (240-Liter, 22° C, pH 7, dGH 6°). Im Sommer fischte mein Papa wieder einmal junge Schwertträger ab und gab sie zu uns ins Kinderzimmer, wo wir in einem 50-Liter Becken die Fischbabys großziehen dürfen.
Am 15. September 2000 entdeckte ich, daß 3 Fischkinder anders aussahen. Ich erkannte sie an der Afterflosse als Betta splendens. Da wir unter der Schulzeit weniger Zeit für unsere Fische haben und sie auch im großen Becken mehr Platz haben, durften "Herzi", "Schatzi" und "Liebling" mit den anderen Fischkindern ins Gesellschaftsbecken übersiedeln. Sie fühlen sich dort sehr wohl und sind auch schon mächtig gewachsen. Leider ist Mama im Dezember gestorben. Ich hoffe aber, daß bei den Jungfischen wieder ein Pärchen dabei ist.