Barbus titteya (Bitterlingsbarbe)

 

gezüchtet von: Wolfgang VOLLNHOFER

 

Zuchtbericht von: Wolfgang VOLLNHOFER

 

Die Heimat von Barbus titteya ist Sri Lanka auf der Insel Ceylon. Dort ist sie meist in schattigen Bächen und Flüssen zu finden. Sie erreicht eine Größe von bis zu 5 cm, gehört also zu den kleineren Arten der Großfamilie Barben.

Die Färbung der Weibchen ist ein helles Rotbraun mit weißem Bauch. Die Männchen hingegen sind außerhalb der Laichzeit intensiver gefärbt, doch während der Laichzeit verwandeln sie ihre Farben bis zum herrlichsten Dunkelrot. Barbus titteya hat einen für Barben ziemlich langgestreckten Körper und besitzt am Maul ein Bartelpaar. Trotz ihrer herrlichen Farben wird sie leider oft in den Zoogeschäften übersehen und ist somit ein nicht allzuhäufiger Gast in unseren Aquarien.

Die Bitterlingsbarbe frißt Lebend- und Trockenfutter. Sie stellt keinerlei größeren Ansprüche an die Hälterungsbedingungen. Wenn man davon absieht, daß die Männchen untereinander oft zänkisch sind, so sind sie doch eine sehr friedliche Art und somit für jedes Gesellschaftsbecken geeignet.

Zur Zucht verwende ich ein 20-Liter Becken, daß ich mit Leitungswasser befülle. Ein Laichrost ist wie bei allen Barben fast Pflicht, da sie arge Laichräuber sind. Hierauf kommt noch ein Büschel Javamoos.

Die Zuchttemperatur sollte man um ca 3 ° höher als die Hälterungstemperatur einstellen, also ca 26 - 27 °.

Das Becken sollte nun abgedunkelt werden. Ich setze sie paarweise zur Zucht an, obwohl sie sicher auch im Schwarm ablaichen würden. Am Abend setze ich das schönste Männchen und das Weibchen mit dem größten Laichansatz ein.

Einen guten Laichansatz erreicht man wie bei allen Fischen durch abwechslungsreiche und vorwiegend karnivore Fütterung, daß heißt, Lebend- und Frostfutter in jeder Form. Sie laichen meist schon am nächsten Tag, wobei die "Ausbeute" oft nur 40 - 70 Eier beträgt. Will man jedoch größere Zuchten erreichen, sollte man weicheres Ausgangswasser verwenden, die Eizahl kann dann bis auf 350 Stück ansteigen. Nach dem Ablaichen fange ich die Alttiere heraus und dunkle das Becken zur Verminderung der Infusorienbildung ab.

Nach dem 4. Tag füttere ich das erste mal mit Pantoffeltierchen, nach weiteren 7 Tagen werden frisch geschlüpfte Artemien hinzugefüttert. Bei regelmäßigen Wasserwechsel bereitet die weitere Aufzucht keinerlei Probleme mehr.