gezüchtet von: Rudolf THURNER, Josef SLEZAK, Wolfgang VOLLNHOFER
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Die Rubinbarbe gehört zu den klein bleibenden Barben. Mit 6 - 7 cm Länge ist diese Barbe bereits ausgewachsen und zuchtfähig. Mit großer Wahrscheinlichkeit stammt sie aus Russland und ist eine Zuchtform der Zweifleckbarbe.
Die Zucht:
Sie ist relativ einfach und manchmal gelingt sie sogar im Gesellschaftsbecken.
Da ich auf eine größere Menge Jungtiere Wert lege, setze ich ein Pärchen in ein 20 Liter Becken mit Laichrost an. Laichroste haben den Vorteil, daß durchfallende Eier nicht gefressen werden können und man kann gut beobachten, ob die Tiere bereits abgelaicht haben. Danach muß man die Elterntiere wieder aus dem Ablaichbecken entfernen. Ich rate eine nicht allzu feinfiedrige Pflanze als Laichsubstrat zu verwenden, da sonst zu viele Eier daran haften bleiben. Das Zuchtwasser mache ich schwach sauer (6,5 pH bei mittelhartem Wasser 7 - 8 Dgh).
Die Temperatur mit 24 ° C halte ich für ausreichend, wobei dieser Fisch auch etwas hörere oder tiefere Temperaturen tolerieren würde. Bei der Laichabgabe können mehrere hundert Laichkörner abgegeben werden, die nach etwa 30 Stunden schlüpfen. Wichtig ist es, die Jungfische erst dann zu füttern, wenn sie horizontal schwimmen. Dies wird am 5 - 6 Tag nach dem Schlüpfen sein, je nach Temperatur. Das Erstfutter sollte Artemiakrebse oder Mikrowürmer sein. Doch es gibt noch kein besseres Futter als Staubfutter, welches man vom Tümpeln nach Hause bringt.
Ich kann nur jedem Aquarianer empfehlen, diese herliche Barbe zu pflegen, da sie keine hohen Ansprüche stellt, kleine Fehler nicht übel nimmt und zu den schönsten Fischen für das Gesellschaftsaquarium zählt.