gezüchtet von: Josef SLEZAK, Rudolf THURNER, Wolfgang VOLLNHOFER
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Sie ist eine Barbe, die in Indonesien, Sumatra und Borneo vorkommt. Man nennt sie auch in Deutsch die Viergürtelbarbe. Bei der Wahl von Zuchttieren achte man darauf, daß die Streifen vollständig durchgehen und nicht in der Körpermitte aufhören. Solche Zeichnungsfehler vererben sich auf die Nachzucht. Die Geschlechtsunterschiede von Sumatrabarben, wie man sie auch nenne kann, sind folgende: Männchen haben rote Schnauzenspitzen und in der Schwanzflosse sowie an Brust- und Bauchflossen sind die Ränder stärker rot gefärbt. Die Weibchen sind in der Regel etwas größer und in der Laichzeit um einiges fülliger.
Bei der Zucht müssen wir gewisse Ansprüche an die chemische Beschaffenheit des zur Zucht verwendeten Wassers berücksichtigen. Parbus tetrazona züchtet man am Besten in einem Wasser, welches 12° dH nicht übersteigt. Eine Filterung über Torf kann niemals schaden und wenn dadurch die Härte um einige Grade absinken würde, so spielt das keine Rolle. Bei diesen Fischen ist es wichtig, daß das Wasser beim Ansatz vollständig klar ist. Die Eier und in noch höherem Grade die Jungfische sind viel empfindlicher gegen Infusorienbildung. Ein Becken mit 25 Liter Inhalt, einem Laichrost, Glaskugel, Glasstäbchen oder sonst irgend welche Gegenstände sollen verhindern, daß der Laich gefressen wird. In der Mitte des Beckens gebe ich noch eine kleine Pflanze, Anubias zum Beispiel, und dann sollte einer gelungenen Laichabgabe unserer Sumatrabarbe nichts mehr im Wege stehen. Bei einer Wassertemperatur von 26° C werden die Jungfische nach ca 30 Stunden schlüpfen. Nach weiteren 5 Tagen schwimmen sie frei und man kann sie sofort mit Artemia-Nauplien füttern, ein Idealfutter für die ersten Lebenstage. Verwendet man dieeses Futter ist die Gefahr einer Anhäufung von Mikroorganismen im Wasser sehr gering.
Barbus tetrazona tetrazona ist ein lebhafter, bunter Schwarmfisch und sollte mindestens in einer Gruppe von 8 - 10 Tieren gehalten werden. Es gibt unter den Fischen eine gewisse Rangordnung. Sie sind manchmal ein wenig robust, daher sollte man sie auch nicht mit zarten Fischen wie zum Beispiel Colisa chuna oder anderen Fadenfischen, zusammen halten. Aber ansonsten ein wunderbarer Aquarienfisch, der uns bestimmt noch viel Freude beschert.