Barbus nigrofasciatus (Purpurkopfbarbe)

 

gezüchtet von: Engelbert FISCHER, Josef SLEZAK, Rudolf THURNER

 

Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Die Purpurkopfbarbe trägt ihren deutschen Namen nicht zu Unrecht. Diese Barbe, die zu den kleineren Arten gehört, ist mit ca 6 - 8 cm ausgewachsen. Bei der Balz der Männchen erstrahlt ihr Kopf in einem herrlich leuchtenden Purpurrot, das sich kaum hinter dem Rot diverser Buntbarsche verstecken muß. Die Weibchen dagegen sind doch etwas unscheinbarer und bleiben etwas kleiner. In ihrem Heimatland Sri Lanka gilt diese Barbe als stark bedroht, weshalb sie unter Schutz gestellt wurde. Daher sollte es noch ein grösserer Anreiz für uns sein, sie nachzuzüchten, um in unseren Aquarien wieder bewundern zu können.

Zucht:

Zur Zucht verwende ich relativ kleine Becken mit ca 25 Liter Inhalt. Ich mische Osmose- mit Leitungswasser auf ca 6 - 7 DGH. Auf einen leichten sauren Wert komme ich durch die Zugabe von Kugeltorf: 6,5 - 6 PH halte ich für ausreichend.

Die Temperatur für die Zucht würde ich mit 24 - 26 ° C als angebracht halten. Unerlässlich jedoch ist ein Laichrost oder jede andere Hilfe für den Schutz der Eier, da diese Fische doch gerne ihren Laich nachstellen. Ein kleines Pflänzlein wird ihnen sicher als Laichsubstrat genügen. Nac einem Tag schlüpfen die Larven und schwimmen nach etwa einer Woche frei. Nach dem Freischwimmen müsen die Jungtiere sofort mit Staubfutter (sofern vorhanden) oder mit kleinsten Salinenkrebsen (am Besten kalifornische, leider sehr teuer) gefüttert werden. Aber auch mit Microwurm - Futter wird man erfolgreich sein. Im Notfall wird auch Javamoos aus einem alt eingefahrenen Becken für die ersten Tage reichen, da sich im Moos immer Kleistlebewesen tummeln, die zur Erstnahrung unserer Jungtiere Verwendung finden.

Ein Schwarm von Purpurkopfbarben gehört zu den schönsten Fischen für das Gesellschaftsaquarium und empfiehlt sich wegen ihrer Unempfindlichkeit auch für den Anfänger.