gezüchtet von: Engelbert FISCHER, Wolfgang VOLLNHOFER
Zuchtbericht von: Wolfgang VOLLNHOFER

Die Prachtbarbe (Barbus conchonius) lebt in Nordindien, Bangladesh und Assam in Flüssen, Teichen und Tümpeln. In der Natur werden sie bis 15 cm groß, im Aquarium entsprechend weniger (ca um 7 cm).
Die Geschlechtsunterschiede sind leicht zu Bestimmen - das Männchen ist purpurrot, seine Bauch-, Rücken- und Afterflossen sind schwarz. Das Weibchen ist weniger bunt gefärbt und in der Bauchpartie fülliger.
Barbus conchonis kann mit Lebend-, Trocken- und pflanzlichen Futter gefüttert werden. In den Fischfarmen, wo sie kommerziell gezüchtet werden, bekommen sie auch noch Rinderherz und Leber, Haferflocken und dergleichen. Sie ist in Futterfragen ein echter Anfängerfisch.
Die Zucht der Barbe ist meist problemlos, wenn sie verstärkt mit fleischlichen Futter angefüttert wird und der Bauch des Weibchens dann prall mit Eiern gefüllt ist. Ich nehme ein 20-Liter fassendes Zuchtbecken. Für das Zuchtwasser nehme ich 50 % Aquarienwasser, daß ich mit 50 % frischem Leitungswasser mische. Die Temperatur beträgt ca 25°. Ein Laichrost ist vorteilhaft, wenn man eine größere Menge aufziehen will. Darauf kommt dann ein Büschel Javamoos.
Am Abend setze ich ein Pärchen in das Becken, daß dann nach spätestens 3 Tagen abgelaicht hat. Die Eizahl beträgt oft einige Hundert.
Nach dem Ablaichen fange ich die Tiere heraus, ersetze 50 % des Wasseres durch frisches, gebe etwas Cilex gegen Laichverpilzung dazu und decke das Becken ab, um die Infusorienbildung zu verlangsamen.
Am 5. Tag wird abgedeckt und am 6. Tage das erste mal gefüttert. Die Jungtiere sind inzwischen so groß, daß sie ohne weiteres frisch geschlüpfte, ca 20 Stunden alte, Salinenkrebschen fressen.
Die weitere Aufzucht bereitet keine Schwierigkeiten mehr. Wie bei allen Fischen beschleunigt regelmäßiger Wasserwechsel das Wachstum und man überbrückt schneller die ersten kritischen Stadien in der Entwicklungsphase.