gezüchtet von: Willi SCHWARZ, Rudolf THURNER
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Das Verbreitungsgebiet des Panda-Zwergbuntbarsches ist der Rio Ucayali in Peru. Diese Fische leben dort in extrem weichem Wasser von nicht mehr messbarer Härte und sehr sauren Ph-Werten. Daher sollte unser Zuchtwasser sehr weich und sauer sein, ein pH-Wert von 6 und darunter ist für die Zucht unbedingt erforderlich.
Diese Fische sind Höhlenbrüter. Ein umgestülpter Blumentopf, Kokosnuß oder sonstige Höhlenbauten werden von den Fischen für ihre Laichabgabe gerne angenommen. Die rötlich gefärbten Eier werden an die Höhlendecke abgegeben und sofort vom Männchen befruchtet. Die Eier, aber auch die Jungtiere, die nach ca 70 - 75 Stunden (je nach Temperatur) schlüpfen, werden intensivst vom Weibchen betreut.
Es ist ein toller Anblick, wenn das Weibchen in ihrem intensiven gelb - schwarzen Schuppenkleid die Jungtiere nach weiteren fünf Tagen zur ersten Futtersuche durchs Aquarium führt. Es ist von Vorteil, wenn man in den ersten Tagen Artemia-Nauplien oder Mikrowürmchen zufüttern kann. Sind die Fische etwas herangewachsen, kann man ohne weiteres auch Tümpelfutter oder Trockenfutter reichen.
Im Aquarium können die friedlichen, klein bleibenden Buntbarsche meist problemlos mit anderen Fischen, sofern diese nicht große Räuber sind, vergesellschaftet werden. Der Revierbildung ist durch eine optimale Beckeneinrichtung Rechnung zu tragen, wobei auf Versteckmöglichkeiten und Revierabgrenzungen geachtet werden sollte.