gezüchtet von: Günther EIGNER, Willi SCHWARZ, Rudolf THURNER, Wolfgang VOLLNHOFER
Zuchtbericht von: Günther EIGNER

Den Kakaduzwergbuntbarsch halte ich zusammen mit roten Schwertträgern (Xiphophorus helleri), Blauen Antennenwelsen (Ancistrus dolichopterus) und Metallpanzerwelsen (Corydoras aenus) in einem 112-Liter Becken mit "Himberger Wasserwerten" - pH ca 7 - 7,5, Härte 16 °. Die Wassertemperatur beträgt 24 - 26 °.
Zur Zucht fange ich das Päarchen heraus und überführe es langsam in ein 10-Liter Becken, in dem sich auch umgestülpte Blumentöpfe, Kokosnusschalen und Verstecke in Steinaufbauten befinden. Die Temperatur in diesem Becken beträgt ebenfalls ca 25 °, der pH-Wert wird jedoch auf ca 6, die Härte auf unter 10 ° abgesenkt.
Meist in einem der Blumentöpfe werden die Eier abgelegt. Nach dem Schlupf belasse ich die beiden Elterntiere bei den Jungen. Sie vergreifen sich überhaupt nicht an ihnen. Erst nach ca 2 Wochen, wenn die Gefahr besteht, daß ein neues Gelege vorbereitet werden könnte, werden die Alttiere wieder in ihr ürsprüngliches Zuhause gesetzt.
Die Aufzucht der Jungen erfolgt mit Trockenfutter und Artemien, später werden auch gefrorene Mückenlarven und Grindalwürmer zugefüttert.
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Vorkommen: Dieser kleine, gern gepflegte südamerikanische Zwergcichlide komt aus dem Amazonasgebiet.
Beschreibung: Apistogramma cacatuoides ist relativ einfach zu halten, da er an unsere Wasserwerte bereits gewöhnt ist. Er läßt sich zum Beispiel ohne weiteres im Himberger Leitungswasser (dgH 18 °, kH 11°, Ph 8,6) züchten. Ideal allerdings wäre natürlich weiches (zB "Wechselwasser) über Torf gefiltertes, leicht saures Wasser. Wie bei allen Apistogramma ist die Unterscheidung der Geschlechter sehr einfach. Die Männchen sind schöner in der Farbe und fast doppelt so groß wie die Weibchen. Die Farbe der Weibchen ist immer schwarz und gelb, wobei sie nach der Eiablage und beim Führen der Jungfische um vieles farbintensiver werden. Viele Farbvarianten wurden durch züchterische Auslese bereits nachgezogen.
Zucht: Der Kakadu - Zwergbuntbarsch läßt sich ohne weiteres in einem 60 Liter Becken nachzüchten. Natürlich sollte man auf seine Wünsche ein wenig eingehen. Da er ein Höhlenbrüter ist, braucht er auch einige Verstecke. Steinaufbauten, halbe Kokosnussschalen oder umgestülpte Blumentöpfe reichen vollkommen aus. Feinkörniger Sand und eine gewisse Randbepflanzung tragen sicher zu seinem Wohlbefinden bei. Die Temperatur zur Zucht sollte man zwischen 25 und 27 ° halten. Die Jungtiere werden meistens vom Weibchen geführt (Brut pflegend) doch die Ausnahme bestätigt die Regel, manchmal führen auch beide Elterntiere. Ab dem Freischwimmen können die Jungfische sofort mit Artemia - Nauplien gefüttert werden.