gezüchtet von: Günther EIGNER, Helga FICHTNER, Andreas FIEDLER, Engelbert FISCHER, Herbert HOLLENSTEIN, Erich HOLUB, Manfred NITTER, Johann RABEDER, Lothar SCHWARZ, Willi SCHWARZ, Josef SLEZAK, Wolfgang SLONIMSKY, Agnes SPITZER, Felix SPITZER, Franz und Eleonora STIDL, Rudolf THURNER ("Goldschleier"), Christian TREMMEL, Wolfgang VOLLNHOFER, Lothar WAGNER, Günther ZITZMANN
Zuchtbericht von: Günther EIGNER

Die Antennenwelse züchten in meinen Becken "wie von alleine". Ich halte in verschieden großen Becken (zwischen 50 und 120 Liter) 1/2 (ein Männchen, 2 Weibchen) Tiere. Das Männchen grub den Sand unter einem Stein zur Seite. Da es beinahe immer unter diesem Stein lag, konnte ich schon ahnen, daß es ein Gelege bewacht. Und tatsächlich, ca 2 Wochen später schwammen ca 50 Jungtiere im Becken umher. Die Aufzucht erfolgte mit Salatblättern, Erbsen und Futtertabletten. Die Jungtiere ließ ich zunächst im Aquarium und als sie ca 1 - 2 cm groß waren (nach etwa 1 Monat) konnte ich auch schon den nächsten Nachwuchs begrüßen.
Sehr gerne wird von Tieren auch eine umgedrehte halbe Kokosnusschale oder ein Blumentopf angenommen. Ich hatte die Kokosnusschalen so im Aquarium platziert, daß ich in die Öffnung schauen konnte. Als vom Männchen nur mehr der Schwanz aus der Öffnung ragte, wußte ich, daß wieder ein Gelege gepflegt wird. Durch ein ca 0,5 cm großes Loch an der Oberseite der Schale fiel Licht auf´s Gelege. Die Eier waren von der Farbe und Größe mit Senfkörnern vergleichbar. Das Männchen befächelte mit seinen Brustflossen unermüdlich das Gelege, verpilzte Eier saugte er vorsichtig weg. Nach ca 10 Tagen verließ bereits die erste Larve (siehe Foto) die Kokosnuß, einige Tage später kamen die restlichen Jungtiere nach. Bei dieser Brut konnte ich ca 100 Jungtiere großziehen.
Die Wasserwerte: ph ~ 7, dGH 16°, Temperatur: 22 - 24 °
Zuchtbericht von: Helga FICHTNER
Ich pflege seit gut 5 Jahren, besser gesagt, von Anfang an Antennenwelse. In dieser Zeit ist es mir nicht gelungen, daß sie sich vermehren! Ich war immer neidisch, wenn andere Aquarianerkollegen berichteten, daß die Antennenwelse sich vermehren und sie oft nicht wissen, wohin mit den Jungtieren. Ich wollte aber auch einmal Nachwuchs von Antennenwelsen haben! Ich habe nach vielen möglichen Ursachen gesucht.... sie hatten viele Verstecke im Becken, eine Wurzel, ich füttere abwechslungsreich... usw. Ich konnte es mir nicht erklären, warum das in meinen Becken nicht klappen sollte, mit dem Nachwuchs!
In einem Gespräch mit einer Aquarianerkollegin und einigem Tüfteln, sind wir dann zu der Lösung gekommen, daß sie wohl keinen geeigneten Ablaichplatz in meinen Becken vorfinden. Diese Kollegin hatte dann mit mir gemeinsam die Idee, daß sie sich aufs Töpfern von speziellen Höhlen und Röhren aus Ton für Welse usw. verlegt.
Gesagt, getan, bald gabs die ersten Höhlen käuflich zu erwerben. Auch ich habe mittlerweile eine große Anzahl in unterschiedlichen Ausführungen und Größen in meinen Becken. Auch meine Antennenwelse bekamen einige solcher Röhren ins Becken.
Und siehe da, sie begannen sich zu vermehren. Im Jahr 2001 habe ich ca. 30 Jungwelse großgezogen und 2002 warens dann schon knapp 100 Tiere. Und seitdem läuft die Vermehrung ohne Ende. Im heurigen Jahr 2003 habe ich sicher schon an die 120 Jungwelse an Aquarianerkollegen abgegeben.
Antennenwelse sind dankbare Pfleglinge, die sehr genügsam sind und jedes sich bietende Futter annehmen. Ganz besonders lieben sie jedoch frische Salatgurke. Diese schneide ich der Länge nach durch und teile dies dann in kleine Stücke auf, die ich mit einem Gummiring an einem Stein fixiere. Vorher wird natürlich die Schale der Gurke gewaschen, um sicher zu gehen, daß keine Insektenschutzmittel ins Beckenwasser gelangen, denn auch die Schale wird zu guter letzt noch gefressen.
Die kleinen Welse bekommen, sobald der Vater sie aus der Höhle entläßt, weiche Futtertabletten mit Spirulina. Darauf stürzen sie sich richtig, weiters sind die kleinen auch ganz begeistert von halbierten Weintrauben. Diese sollte man jedoch wegen dem Zuckergehalt nur max. 3-5 Stunden im Becken lassen.
Zuchtbericht von: Andreas FIEDLER
Ancistrus cf dolichopterus ALBINO
Ich bekam mein Pärchen Ancistrus dolichopterus vor ungefähr einem Jahr von meinem Freund Rudolf THURNER geschenkt.
Ich halte diese Fische in einem voll eingerichteten 60-Liter-Becken. Die Welse werden mit Guppys (Lebistes reticulata WILDFORM) vergesellschaftet. Ich wechsle jede Woche 1/3 des Wassers (Himberger Leitungswasser: pH 8 - 8,5) von dem Becken, in dem die Welse untergebracht sind. Nach so einem Wasserwechsel bemerkte ich, daß die Welse in einem Unterschlupf einer Moorkienwurzel laichten. Doch das Männchen fraß am nächsten Morgen die Eier auf. Nach jedem Wasserwechsel laichten die Welse, und immer wieder fraß das Männchen die Eier auf.
Eines Tages war ich zu Besuch bei Fam Spitzer, die ebenfalls Ancistrus cf dolichopterus BLAU halten und züchten, und bekam ein Bambusrohr geschenkt. In diesem Bambusrohr laichten nun die Welse ohne die Eier zu fressen.
Nach dem Ablaichen hebe ich das Bambusrohr mit den Eiern und dem Männchen aus dem Becken und überführe es vorsichtig in ein 10-Liter-Aufzuchtbecken mit den selben Wasserwerten wie im Gesellschaftsbecken und warte, bis das Männchen die Brutpflege aufgibt. Danach fange ich das Männchen aus dem Aufzuchtbecken und überführe es in das Gesellschaftsbecken. Die Jungfische füttere ich mit Futtertabletten und Salat. Tip: Das Weibchen sollte nach der Eiablage vom Männchen einige Monate getrennt bleiben, bevor es das nächst mal ablaicht.
Zuchtbericht von: Agnes SPITZER (12 Jahre)
Zu meinem 10. Geburtstag bekam ich von Herrn Wolfgang VOLLNHOFER (er ist Zuchtwart im 1.HATV) zwei Ancistruskinder geschenkt. Ich durfte sie zu den Fischbabys meiner Eltern in ein 30-Liter Zuchtbecken geben.
Gefüttert wurde hauptsächlich mit Spirulina Tabletten. Ab und zu bekamen sie auch ein Stück Gurke oder Zucchini. Wenn Mama TK-Erbsen fein zerdrückt, haben sie ein Festmahl.
Im September 1999 konnte ich beobachten, dass der Welspapi tagelang in der Bambusröhre lag und heftig seine Flossen bewegte. Als er sich wieder "normal" benahm, entdeckte ich viele kleine Ancistrusbabys. Beim nächsten Mal schaute ich vorsichtig mit einer Taschenlampe in die Bambusröhre. Da entdeckte ich viele kleine gelbe Eier, die an der Decke und Wand zusammengeklebt waren. Außen auf dem Dottersack konnte ich mit der Lupe das kleine Welsbaby erkennen. Wenn ein Ei den Vorstellungen des Welspapis nicht entsprach, warf er es einfach aus der Höhle.
Bis jetzt habe ich schon 8 mal Kinder gehabt.
Zuchtbericht von: Rudolf THURNER

Heimat: Amazonas und Guayana
Ancistrus cf dolichopterus wird etwa 13 cm lang. Bei den Männchen sind Schnauze und Stirntentaklen kräftiger als bei de Weibchen. Die Tiere laichen gerne in Höhlen ab. Ich biete ihnen aus Ton hergestellte Röhren mit einem Eingang an. Aber sehr gut eignen sich auch Bambusröhren, die man zu kaufen bekommt und sie nur zurechtschneiden muß. Nur das Männchen betreibt intensive Brutpflege. Die Eier sind Stecknadelkopfgroß und orangegelb. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an die Wasserzusammensetzung. Die Jungtiere können mit Salat, Gurken oder Futtertabletten großgezogen werden. Die Haltung dieser Tiere ist relativ einfach.